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         Infos und News zum Thema Felchenfischen auf dem Bielersee



29.08.10

Felchenfieber Ade

Jahreszeiten sind vergänglich – der Kreislauf aber währt Ewig – sofern wir Menschen es nur zulassen!

Das ist so und das war schon immer so. Ein paar Dinge wiederholen sich, andere verändern sich. Während Solches an einigen Vorkommnissen sofort zu bemerken ist, geschehen andere Veränderungen sehr langsam. Die Evolution (Anpassung der Natur) hat ihren eigenen Rhythmus und gemessen daran erscheint die Zeitspanne eines durchschnittlichen Menschenlebens oft gerade mal als ein Fingerschnippen. Veränderungen wird es immer geben, doch das Grundprinzip der Natur ist die Ausgeglichenheit und Stabilität. Für einige naturverbundenen Wissenschaftler, ich spreche hier nicht von den „Schreibtischtätern“ die reine Satellitendaten aus- und berechnen, sondern von jenen, die ihren Allerwertesten auch ab und an raus ans Wasser, auf die Wiesen und Felder, in die Wälder oder hinauf auf die Berge bewegen, sind die Zeichen, das Wehklagen der Mutter Natur eindeutig. Was kann man tun, was muss man tun? Masshalten (gilt für jeden einzelnen Menschen) und vor allem Eingriffe sorgfältig über deren Notwendigkeit, Nachhaltigkeit sowie deren langfristigen Auswirkungen prüfen. Solange wir nur daran denken wie wir unseren „Geldsäckel“ heute füllen können, für das Morgen aber keinen Gedanken verschwenden, solange sind wir und nur wir für das verantwortlich was kommen wird.


Bielerseefelche mit Plankton


In den vergangenen bald vier Jahrzehnten Fischerei auf dem Bielersee hat sich für mich immer das Eine oder Andere leicht verändert – aber - in den letzten zehn Jahren ging alles viel schneller. Es folgt bald nur noch ein Extrem dem Anderen, wo sind sie geblieben, die vier Jahreszeiten, die wir in unserer Kindheit erlebt und in der ersten, zweiten Klasse mit Freuden eindrücklich auf Papier gemalt haben!? Ausgehend dafür steht für mich an vorderster Front der Klimawechsel, sprechen wir nur mal von der Wärme. Wir lassen immer noch tausende Kamine auf unserem Planeten ungefiltert rauchen und zerstören damit die Ozonschicht. Die Kraft der Sonnenstrahlen nimmt zu und alles was dem ausgesetzt ist, wird somit ein „wenig“ wärmer. Was das „Wenige“ aber für einen Einfluss hat zeigt sich am besten daran, wie sich ein Kreislauf zu verändern beginnt. z.B., je schneller und mehr sich ein Wasserkörper erwärmt, desto schneller und tiefer wandern die Lebewesen darin ab in kältere Regionen. Kaltes Wasser bedeutet nämlich mehr Sauerstoff und der ist die Grundlage allen Lebens.


Die Auelen vor der St. Petersinsel


Vor zehn, zwanzig gar dreissig Jahren war, was die Fische im Bielersee anbelangte, in der Gesamtheit eine grössere Kontinuität (Stetigkeit) sowie Stabilität zu erkennen. Auch in den Zeiten davor muss es gemächlicher und vor allem fliessender von Statten gegangen sein. Wenn mir dazumal ein „alter“ Fischer seine Erfahrungen und Tipps, welche er schon von seinem Grossvater bekommen habe, mitteilte, konnte ich diese noch eine ganze Weile miterleben und nachvollziehen. Wann die jeweiligen Fischarten wo zu finden waren, was sie wo in welcher Jahreszeit für Nahrung zu sich nahmen und was für die jeweiligen „Anderen Umstände“ halt für Ausnahmen galten. Manches gilt heute gar nicht mehr und auf vieles musste und muss man sich immer wieder neu einstellen. Ich mag nicht mit dem Finger auf einen Einzelnen zeigen, schon gar nicht über solche urteilen, aber, es gibt sie schon, jene Welche die in der Verantwortung stehen damit sich das Rad nicht noch schneller dreht und uns, insbesondere unseren Urenkeln, evt. eine Zukunft beschert, die einem ursprünglich „Blauen Planeten“ nicht mehr gerecht wird. Merke: „Wenn heute die Natur mit erhobenem Zeigefinger auf alle gegenwärtigen Katastrophen hinweist, so möchte ich nie erfahren was es bedeutet, wenn sie Morgen mit der Faust auf den Tisch haut!“


Möwe


Kommt der Berg nicht zum Propheten, muss hat der Prophet zum Berg. Genauso verhält es sich zurzeit mit den Felchen im Bielersee. Auf der Suche nach Futter ziehen sie stetig im tiefen Wasser umher. Dafür schwimmen sie weite Strecken und diese immer wieder in unterschiedlichen Schichten. Mal sind sie in +40m Wassertiefe zwischen 24 – 28m zu finden, am nächsten Tag aber drei Ecken weiter und knapp über dem Gewässergrund schwimmend. Immer wieder haben wir die Felchen gefunden und auch einige fangen dürfen, doch so langsam aber sicher geht für uns die Felchensaison 10 zu Ende. Auf der einen Seite kommt die Laichzeit der Coregonen immer näher, der Roggen ist z.T. schon gross und kräftig ausgebildet, zum andern finden wir es nicht sehr optimal, dass Beifänge wie z.B. die Egli (Barsch), aus einer solchen Tiefe hochgepumpt werden müssen. Der Druckausgleich beim Egli (Barsch) erfolgt über die Schwimmblase und nicht wie bei den Felchenartigen über das Blut, was bedeutet, dass es dem Beifang die Luftblase aus dem Bauch und die Augen aus den Höhlen drückt. Darauf können wir verzichten – und – wir hoffen, ihr auch – Danke - Pro Fisch und Natur!


Felchenfischer


Die erfolgversprechendsten Hot Spots fanden wir in den letzten Tagen und Wochen rund um die St. Petersinsel, von Ligerz über die Schärkanten der Auelen bis auf die Höhe von Lüscherz. Oft und immer öfters hatten wir an ein und demselben Platz mal gerade 30 Min. Felchenanzeichen auf dem Fishfinder, dann war der Spuk auch schon wieder vorüber und es galt, die erhoffte Beute aufs Neue zu suchen. Hier eine Fisch, dort eine Felche, Anker rauf und Anker runter – so wird Felchenfischen zum Sport. Nun, wie oben geschrieben, wir gönnen den Bielerseefelchen ihre verdiente Ruhe und Frieden. Auf das, das sie sich vermehren (die Bielersee Berufsfischer Fraktion wird das ihre mit dem alljährlichen Felchen Laichfischfang dazu beitragen – ein grosses Dankeschön an die Gilde) und sich erholen, damit wir uns und in der nächsten Saison wieder an guten Fängen erfreuen dürfen.


Sonnenaufgang über dem Bielersee


Wer nun denken mag damit hat es sich, denen können wir nur sagen, dem ist nicht so. Da wäre z.B. unser Tackle, sprich Rute, Rolle und Schnur. Dieses kann man reinigen, fetten, ölen, polieren oder ersetzen wenn nötig. Knoten die eine Saison gehalten haben erneuern und gleichzeitig den Karabiner austauschen - um dann - alles wieder zu ordnen und richten, dass es für die nächste Saison parat ist. Die Gamben- / Hegenenbox mit unseren Ködern hat sicher auch immer Aufmerksamkeit verdient, sind alle Nymphen noch „tauglich“ oder sollten sie nicht besser ausgetauscht werden, sind die Montagen noch fest und gerade oder haben sie Knoten und sind verdrallt!? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – schlussendlich kann man nie wissen, mit was für Überraschungen man beim Saisonstart rechnen darf. Und zu guter Letzt, wie sieht es eigentlich unter unserem Boot aus (im inneren herrscht hoffentlich Ordnung und Sauberkeit)? Ein Blick, etwas Wasser und Seife kann nie schaden und evt. ist gar wieder einmal ein Neuer Unterwasser Anstrich nötig. Genau für Solches ist nun die Zeit, wenn man denn die Muse dafür hat.


Bielerseefelchen


Tja, so schnell kann es gehen. Für einmal mehr kommt es uns so vor, als hätte doch die Saison erst begonnen und doch ist es Tatsache, nun ist sie Geschichte. Felchenfieber Ade für die Coregonensaison 2010 auf dem Bielersee – auch wenn wir darüber stehts ein wenig traurig sind, wiegt die Vorfreude auf das was kommt schwerer und somit ist gewährleistet, dass auch in dieser Zeit das Felchenfieber nicht zu erlöschen vermag. Als Ausgleich und Zeitvertreib gibt es ja zum Glück noch viele andere interessante Fischarten denen man sich widmen kann. Wie auch immer, jedem, wie er/sie es gerne mag. Felchenfischer.ch meldet sich hier noch einmal dieses Jahr mit dem Saison Rückblick 2010, bis dann – Auf fischreiche Tage, in diesem Sinne!


PS: Eine ganz besondere Art der Möglichkeit sich die „Fischlose-Zeit“ zu vertreiben, ist im WWW zu finde. Ganz besonders kann ich Euch das Fischerforum.ch empfehlen. Dieses Forum wird von Anbeginn – von Fischer für Fischer – betrieben. Mitlesen kann Jedermann/Frau, wenn man mitmachen möchte, dann muss man sich einmalig registrieren, was kostenlos ist. Viele unserer Freunde und selbstredend der Felchenfischer sind dort aktiv unterwegs. Wir würden uns freuen, auch Dich dort begrüssen zu dürfen!

und …..

Im Felchenfischer Forum gilt das Selbe – aber – dort tauschen sich ausschliesslich die Felchen Pimpmaster unter sich aus!



07.08.10

Felchen Surprise

Gibt es etwas Schöneres als Überraschungen – nicht, wenn sie passend daherkommen! Überraschungen sollten möglichst einen angenehmen Nebeneffekt haben, ansonsten ….. Eine „besondere“ Art der Überraschung aber, will mir ganz und gar nicht gefallen - nämlich die, der unangemeldeten Besuche. Da begibt man sich am frühen Morgen zum Bootsplatz um dieses klarzumachen und Surprise, Surprise, das Schiff ist abgedeckt, der Motor läuft und eigentlich ist alles startklar. Ausser, der/die Gast/Gäste die ich da zu meiner ungläubigen Überraschung auf meinem Boot vorfinde. Zu meinem Verdruss war das kein Einzelfall, wenn auch die weiteren „Gäste“ vor dem Boot warteten, so warteten sie doch zu meiner Überraschung unangemeldet.


Bielerseefelche mit Stucki Felchenlaufrolle Turbo


Hallo ihr lieben „Fischerkameraden“ dass kann es nun wirklich nicht sein! Von nun an gilt: „Treffen sind nach wie vor OK, aber, nur auf Vereinbarung!“ äh ….. und sollte ich je wieder „fremde“ Personen auf meinem Schiff antreffen, behalte ich mir allen Ernstes rechtliche Schritte vor. Jeder Mensch, ob nun Fischer oder nicht, hat ein Privatleben und dies gilt es immer zu respektieren. Verd….. noch mal, in was für einer Gesellschaft leben wir denn, dass man über so etwas Schreiben muss!? Solche Überraschungen sind ja sicher nicht „schlecht“ gemeint und es kann gut sein, dass ich evt. etwas übertreibe – doch Fakt bleibt Fakt und es nicht mehr als Anstand, wenn man Fragt – aber bitte vorher und nicht erst wenn man vor vollendeten Tatsachen gestellt wird, Danke!


Sonnenaufgang / „Felchenfischerwalhalla“


Sonnenaufgänge über dem Wasser sind immer ein fantastisches Schauspiel. Wenn ich die Zeit anhalten könnte, würde ich mir mit Bestimmtheit einen solchen Moment aussuchen. Die Stille wird angenehm vom quacken der Frösche und dem zwitschern der Vögel begleitet und das Farbenspiel verzückt das Auge des Betrachters, es entsteht eine gefühlte idyllische Aura um einen, in der man ohne Weiteres schnell mal versinken kann. So müsste mein „Felchenfischerwalhalla“ ausschauen – auf Das, was Danach kommt!


Felchenfischen auf dem Bielersee


Felchen fangen ist nicht schwer, Felchen finden, dagegen sehr! Mehr und mehr ziehen sich die Ansammlungen der Fischerboote weiter und weiter auseinander. Das ist ein untrügliches Indiz, dass sich auch die Felchen, die sich nach dem Futter (Plankton) richten, mehr und mehr streuen. Heute sind sie hier und morgen wieder da und übermorgen, wer weiss das schon zum voraus!? Wer den/die Spot(s) findet, der kann noch immer Felchen zum Anbiss verführen, doch der „Aufwand“ wird dabei nicht geringer. Im Gegenteil, sind die kleinen Schwärme mal gefunden, hat man kein Gewähr, wie lange sie sich vor Ort aufhalten und dann beginnt das Spiel „Wer suchet der findet“ von Neuem.


Ädu


Immer vorausgesetzt dass nötige Glück ist einem hold, dürfen wir bis Dato von guten Fängen berichten. Mal mehr und mal weniger. Zurzeit sind die Schärkanten rund um die Auelen vor der St. Petersinsel die erfolgversprechendsten Plätze. Die ultimativen Tiefen die ein ständiges vorkommen der Felchen „garantieren“ könnten gibt es nicht, wir fingen unsere Felchen zwischen 20 - 50m Wassertiefe. Einfach überall dort, wo wir sie mittels der Hilfe unseres Fishfinders ausmachen konnten.


Andreas


Felchen im tiefen Wasser bedeutet schnelles agieren, reagieren kann oft zu spät sein. Auch wenn es in solchen Tiefen nicht gerade einfach ist seine Nymphen gerade dort anzubieten wo die Aussichten auf Erfolg am aussichtsreichsten sind, so kann man doch innert kurzer Zeit schnell einmal ein Muster erkennen. Meist ist es so, dass die Felchen, wenn man sie dann gefunden hat, immer wieder in denselben Tiefen und Höhen auf Nahrungssuche dahergeschwommen kommen. Das sie nicht an allen Orten gleich gut beissen, könnte damit zu tun haben, dass es halt ein ganz unterschiedliches Futtervorkommen an diesen Plätzen (Strassen) hat.


Fränzu


Vor allem in tiefen Wassern kann man dann anhand solcher Muster eine menge Weg sparen. Wer seine Nymphen auf der Einen oder Anderen Tiefe/Höhe positioniert, oder halt dazwischen, ist klar im Vorteil. Manchmal ist es fast zum „verzweifeln“, wartet man hier, schwimmen die Felchen drei Meter darüber oder darunter, wartet man dort, ist es genau umgekehrt. Warum das so ist weiss ich auch nicht, ich kann nur sagen, „reines“ Warten vor Ort, ob nun mit oder ohne Hoch-, / Tiefbewegungen, sind alleine auch nicht der/die Bringer. Positionieren ja, aber lieber etwas darunter und dann bei bedarf auf die Höhe kurbeln und dann in den vorbeiziehenden Schwarm Fische ziehen.


Fishfinder


Die Diskussionen darüber, ob sich die Felchen in grösseren Tiefen überhaupt noch fangen lassen, erübrigen sich meiner Ansicht nach klar damit, dass in anderen Gewässern in wesentlich tiefern Gefilden erfolgreich auf Coregonen gefischt wurde und wird. Das Felchenfischen an sich ist und bleibt im Grossen und Ganzen das Selbe – mit dem Unterschied halt, dass sich das Ganze in doppelter oder dreifacher Wassertiefe abspielt, als das ansonsten die Norm auf dem Bielersee ist. Aber was heisst hier schon Norm!?? Der Köder muss zum Fisch und dann klapp es möglicherweise auch mit dem Fangen – zumindest steigen die Chancen erheblich.


Natur Pur


Sonne, Wind, Regen und Gewitter waren unsere Begleiter – schön abwechselnd mit Trend hin zu mehrheitlich trockenen Stunden und Tagen auf dem Wasser. Wir haben sie genossen, mal mit mehr, mal mit weniger Fisch – doch es war auch säuerliches zu vernehmen. Einige Fischer meinten es läge am Klimawandel, andere dachten laut und wussten zu berichteten, dass der Vollmond jeweils auch nicht ganz unschuldig wäre. Ja aber bitte an was denn? An den schnellen Wetterwechsel – möglich, aber nicht zwingend – zum Glück noch nicht – auch wenn es Fünf vor Zwölf ist! Am verhalten der Fische – möglich, nicht wissenschaftlich belegt! An der schlechten Laune eines jeden Selbst – möglich, wenn man es zulässt! Zwängen und würgen bringt im Leben rein gar nichts, schon gar nicht beim Fischen oder in der Natur im Allgemeinen. Unzufriedenheit killt jeden Tag – Eigeninitiative heisst das Zauberwort! Wer etwas macht aus seinem Fischtag (Leben) hat eindeutig mehr davon - beim Felchenfischen ist es genau das Selbe.


Köcherfliege


Weniger überraschend doch dafür umso mehr willkommen, durfte ich auch diese Sommerferien den Einen oder Anderen Pimpmaster auf eine gemeinsame Felchentour begrüssen. Da waren der Ädu und der Mänu, der Sascha, der Michi von Belp, der Andreas, der Dinu mit Freundin Pia, der Röbi mit Frau Aleska und der Fränzu, den irgendwie die „Zandermanie“ erfasst hat. Ich möchte Euch alle für Euren Besuch danken – mir hat es Freude und Spass gemacht – es war eine schöne und tolle Zeit mit Euch! Ädu hat mir noch ein feines Felchenrezept versprochen, ich bin darauf gespannt und werde es dann hier auf felchenfischer.ch veröffentlichen.


Bielerseefelchen


Irgendwie ist es ja schon doof – Immer dann, wenn man etwas besonders gerne hat oder macht, verrinnt einem die Zeit buchstäblich zwischen den Fingern. Selbst nach 20 Ferientagen kommt es einem am letzten Tag so vor, als wenn der Urlaub eben erst gestern begonnen hätte. Ja so ist das halt, da spielen einige Faktoren mit und wenn die zu passen kommen, vergeht eben die Zeit wie im Fluge. Darum finde ich, es ist jede Minute auf und neben dem Wasser wert, dass man sie ausgiebig geniesst. Zwischenmenschliches sowie leibliches Wohl sind ebenso wichtig – nebst dem Felchenfischen und fangen. In diesem Sinne!



20.07.10

Felchen Ferien

Damit schon mal zu Beginn weg keine Missverständnisse aufkommen sei geschrieben, Felchen Ferien heisst: „Ferien in Sachen Felchen!“, nicht das nun der Eine oder Andere auf die Idee kommt, die Felchen wären in den Ferien. Dem ist bei weitem nicht so! Von der Erlacherbucht bis hinunter auf die Auelen vor der St. Petersinsel kann man Felchen fangen – wenn man sie findet. Das heisse und windige Wetter trägt sicher auch seinen Anteil dazu bei, doch nach wie vor sind wir überzeugt, dort wo das Futter (Plankton) ist, da sind auch die Felchen unterwegs.


Bielerseefelche


Man kann sie in den frühen und angenehm kühlen Morgenstunden in 15 – 25m Wassertiefen antreffen. Dort ziehen sie auf Nahrungssuche knapp über dem Gewässergrund, sowie im Zwischenwasser entlang den Sprungschichten umher. Schlichte Nymphen in den Farben Rot, Schwarz und Violett bringen immer wieder gute Reaktionen und stramme Felchen. Oftmals müssen diese mittels Schlüsselreize (Bewegungen der Nymphen) zum Anbiss verführt werden. An manchen Tagen artet die ganze Geschichte schon fast in „Arbeit“ aus – ein ständiges Hoch und Tief auf die „Strassen“ der Felchenschwärme ist ein muss, ansonsten sinken die Chancen auf Fisch praktisch auf Null.


Sonnenaufgang / Neuer Tag - Neues Glück


Strömungen und Winde durchmischen den Wasserkörper fast täglich. So muss man sich auch täglich auf eine neue Situation einstellen. Heute sind die Schwärme hier und Morgen sind sie 2 – 3km weiter den See runter. Man darf nie vergessen, die Coregonen sind Wanderfische. Doch zum Glück hält sich dies auf dem Bielersee in Grenzen und so findet man mit ein wenig Ortskenntnis die Felchen schnell einmal wieder. Ziehen sie dann nach geraumer Zeit weiter, bleibt einem nicht viel anderes übrig, als sie wieder zu suchen. Wenn nicht in der Tiefe, dann evt. im flacheren Wasser – und -  schwimmen sie nicht nach Rechts weiterer, dann eben nach Links.


Planktonnymphen (Gr. 20) von WEBSTA


Wenn man bei abnehmender Beisslust der Fische ab und an in die Runde schaut, bemerkt man gut, in welche Richtung sich die Schwärme „verziehen“. Dieser Hinweis ist immer einen Versuch wert und hat uns schon viele Male wieder zu den Felchen geführt. Interessante Ergebnisse brachten die Tests mit den winzig kleinen Planktonnymphen (Gr. 20) von WEBSTA. Man kann zwar nicht sagen, dass diese viel mehr Bisse brachten, aber, sie brachten dann Bisse, wenn auf unseren 12er Nymphen nichts mehr zu gehen schien. Vor allem im Zwischenwasser, wo sich auch das Plankton sammelt, erstaunte es uns immer wieder, dass solche „Kleinstköder“ derartige Erfolge bringen – und – die Felchen, die darauf ansprangen, mitnichten zu den „Kleinen“ gezählt werden mussten.


Felchenfischen auf dem Bielersee


An manchen Tagen war und ist es zum verzweifeln. Auf 30 – 50 Bisse fängt man keine 10 Massige – dann aber wieder in 15 – 30 Min. nur noch „Schöne“ - eine besser als die andere. 30 – 40cm sind keine Ausnahmen und alle kommen wohl genährt daher. Man merkt gut, dass die Felchen Ferien begonnen haben, wir zählen praktisch jeden Tag min. 30 – 70 Boote rund um alle Spots im Oberen Bielersee und es wird auch gut gefangen. Wir berichten weiter aus den „Ferien in Sachen Felchen!“ und wünschen allen weiterhin eine fischreiche Zeit. In diesem Sinne!



02.07.10

Cori die Felche

„Einst war ich eine Weltenbummlerin – Heute schwimme ich im Bielersee in der Schweiz umher“


Cori`s Perspektiven

„Was meinen Mund anbelangt, bin ich halt schon etwas zartbesaitet“

Ob gebraten, gebacken, frittiert oder paniert, ich finde, ich komme auf jegliche Art zubereitet lecker daher – stimmts etwa nicht!? Damit ich aber auch anschaulich daher kommen kann, muss ich auch fressen können. In aller Regel habe ich damit keine Probleme, ausser, der/die „Felchenfischer/in“ der/die mich zum Anbeissen verführt hat versucht mich am Haken hängend aus dem Wasser zu heben. Es kommt immer wieder vor, wenn ich dann meinen Irrtum bemerke, dass ich versuche den vermeintlichen Leckerbissen auszuspucken, was mir aber nicht immer gelingt. So hakt mich dieses verflixt spitze Ding gerade dort, wo es mich halt eben erwischt. Was meinen Mund anbelangt, bin ich halt schon etwas zartbesaitet. Vor allem meine seitlichen Lappen sind mein wunder Punkt. Ich brauche beide für eine vernünftige Nahrungsaufnahme, ansonsten habe ich die grössten Probleme damit. Hänge ich nun ausgerechnet an so einem Seitenlappen fest und es wird versucht mich dann so aus dem Wasser zu lupfen, kann ich euch versichern, mit aller Wahrscheinlichkeit wird mir dieser bei lebendigem Leibe herausgerissen - Aua!


Cori die Felche


„Wir wollen, ob im Wasser oder auf dem Teller, einen fitten und gesunden Eindruck hinterlassen“

Nun fangen meine Leiden erst richtig an, meine weitere Zukunft steht auf dem Spiel, für mich geht es dabei ums überleben. Meine Gewohnheiten was die Nahrungsaufnahme anbelangt kann ich so nicht mehr ausleben, zumindest jedenfalls nur noch erschwert. Entweder es fällt mir etwas Neues ein, oder ich gehe daran elendiglich zu Grunde. Auch meiner Figur ist das keineswegs zuträglich - dünn und mager komme ich daher geschwommen. Und das, versteht wohl jeder, will nun wahrlich keine Felche. Wir wollen, ob im Wasser oder auf dem Teller, einen fitten und gesunden Eindruck hinterlassen. Wenn ihr Felchenfänger/innen da oben im Trockenen nun dieselbe Einstellung mit uns teilt, dann sorgt bitte dafür, dass wir auch die Möglichkeit bekommen, unserem Streben nachzukommen! Wie denn, was denn!? Kein Problem - benutzt ein bewährtes Hilfsmittel dazu, ich glaube, ihr nennt so ein Ding einen Feumer (Kescher). In aller Regel funktioniert das perfekt und das Beste daran ist, wir dürfen uns beide darüber freuen. Mir bleibt ein intaktes Mundwerk erhalten, worauf ich besonders angewiesen bin, wenn ich so oder so wieder ins Wasser entlassen werden müsste und der/die Felchenfänger/in hat zum Abschluss eines spannenden Drills eine ganze Felche im Netz und nicht nur einen meiner seitlichen Mundlappen am Haken. Mit glitschigen Flossen - in diesem Sinne!

es grüsst

Cori die Felche



20.06.10

Felchen Sommer

Wir brauchten nicht lange um die Spots (Plätze) der umherziehenden Felchenschwärme zu finden. Entlang der Strömungskanten der Zihl, vom Einlauf in den Bielersee an, in etwa Höhe Erlacherschloss, bis hinunter zur Hinteren Bucht der St.Petersinsel waren und sind sie in der Schwebe (im Zwischenwasser) auf Futtersuche unterwegs. Auch auf dem Gewässergund und in unmittelbarer Nähe darüber waren auf dem Bildschirm des Fishfinders Anzeichen auf Felchen auszumachen. Diese aber wollten nicht wie wir und deshalb blieb es, wenn überhaupt, meistens nur bei kurzen Versuchen sie zum Anbeissen zu verführen. Unser Spot (Platz) fanden wir bei einer Wassertiefe von 18m und am häufigsten Fischkontakt hatten wir bei 14 - 11m.


Bielerseefelche & HBE Singularis USA


Schwarze (dunkle) Nymphen mit einem roten Köpfchen, gebunden und nicht aus einer Glasperle, brachten viele gute Bisse. Teils heftig, wie so oft in der Schwebe, teils aber auch Hebebisse. Interessant war, dass die Felchen den Köder genommen haben und dann sofort eine Flucht nach Oben starteten. Es scheint, dass der Wiederstand des Bleis genügt, um diese Reaktion auszulösen. Auf jedenfall gilt es dann zu kurbeln was das Zeug hält um sofort wieder Kontakt und Spannung zum Fisch aufzubauen. Weil sich ansonsten, nicht selten in solchen Fällen, schnell einmal die Schnur samt Gambe/Hegene mit Fisch daran, um das Ankerseil oder die ausgelegte Montage einer Zweitrute wickeln kann. Das daraus entstehende Durcheinander zu entwirren kostet Zeit und Nerven – dasselbe gilt auch für die Nymphen, wenn sie erst mal fest im Ankerseil sitzen. In solchen Momenten macht es Sinn, wenn man sich mit einer Rute begnügt und dabei stehts aufmerksam deren Spitze im Auge behält.


Felchenfischen auf dem Bielersee


Auch mir ist es eindeutig zu kalt - auch ich hätte es gerne ein paar Grad wärmer - auch mir ist es zu nass, zu windig, zu trübe – auch mir schlägt das ständige Grau in Grau über mir aufs Gemüt – ach wie schön wären ein paar Energie spendende Strahlen der Sonne – mir auf jeden Fall geht es so – und Euch - ja, ja, ich hör ja schon auf zu jammern, der Jahrhundertsommer 2003 war auch zu heiss und das Hochwasser 2006 zu viel des Guten – das Mittelmass – die Vier Jahreszeiten – wo sind sie hin – wer sich darüber - mit offenen Augen - Gedanken macht merkt schnell – was dem Einen zum Vorteil gereicht – kann zum Anderen unangenehme Nebenwirkungen haben – auch wenn man heute fast alles tun darf, heisst das ja noch lange nicht – dass man das auch tun muss – Einer ist Keiner – nur gemeinsam sind wir stark – jeder Beitrag zählt – auf den Sommer 2010 – so wenn er denn kommen möge – Pro Natur!


Felchenfischer - Art


Wenn man in der Schwebe (im Zwischenwasser) fischt, muss man seine Nymphen dort anbieten, wo die Felchen ihre Bahnen ziehen – ist ja logisch. Aber, wie ich immer wieder durch zahlreiche Fragen feststellen muss, scheint noch immer Einigen Fischerkameraden nicht ganz klar, wie sie die gewünschte Höhe erreichen können. Wenn sie nämlich auf dem Fishfinder bei einer Wassertiefe von 20m die Felchen auf 15m ausmachen, würden sie schnellstens 5m hochkurbeln, um so die gewünschte Höhe zu erreichen und somit die erhofften Anbisse zu erhalten.

Erfahrene Felchenfischer werden nun sicher schmunzeln – auch mir geht es jedes Mal so. Beim beschriebenen Vorgehen gibt es einen winzig kleinen, aber entscheidenden, Überlegungsfehler.

Das untere Ende der Gambe/Hegene ist gleich 0m, das Obere, (je nach Länge der Gambe/Hegene) sagen wir mal zur Einfachheit, ist gleich 2m. Weiss man nun, dass bei einer Tiefe von 20m die Felchen auf einer Höhe von 15m umherziehen beträgt die Differenz zum oberen Ende der Gambe/Hegene (das ist der Anfang wenn von Unten nach Oben gerechnet wird) 3m und nicht 5m. So bringt man seine Gambe/Hegene direkt unter den Schwarm und wenn man dann anhebt, zieht man sie auch durch den Schwarm und nicht wie in der kapp falschen Berechnung von den Fischen weg. Ich hoffe die Geschichte kommt verständlich rüber und wünsche Allen gutes Gelingen.


Bielerseefelchen


Für Manche haben sie schon begonnen, für Andere stehen sie schon bald vor der Türe. Sommerferien (Ferien i.A.) dienen der Erholung, der Entspannung und das erzielt man nur, wenn man diese Zeit auch geniesst. Wie auch immer die Umstände ausfallen mögen, macht man das Beste daraus, fällt es einem bestimmt leichter damit umzugehen. Erinnern wir uns an die schönen Momente – davon lebt die Zukunft – die bringen Freude und innerliche Zufriedenheit. Wer sich in solchen Zeiten ärgern mag, ist selber schuld. Ferienzeit heisst auch Freizeit und Frei sind auch unsere Gedanken – ganz so, wie es jeder für sich einrichtet. Felchenfischer.ch wünscht allen eine erholsame, geruhsame Ferienzeit – mit spannenden Fischkontakten und vielen tollen Erlebnissen. In diesem Sinne!



05.06.10

Felchen und der Wind

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind - frei nach den Brüdern Grimm anno 1812 lässt sich erkennen, dass auch etwas „Gutes“ daran sein muss. Dem ist auch zweifelsfrei so, aber merke: „Bläst die Bise dem Felchenfischer um die Ohren, geht die Hoffnung auf Fische schnell einmal verloren!“ Auffällig - ob Zufall oder nicht - ist, dass die Winde bis jetzt in der Saison 2010 des Öfteren auf die Wochenenden fallen und es somit rund um das Felchenfischen nicht gerade einfach machen. Eine einigermassen vernünftige Planung, was das Fischen mit Freunden anbelangt, ist darum ebenso wenig möglich, wie ein spontan gemütlicher Ausflug mit der Familie auf den See. Doch wie immer in solchen Fällen gilt das Motto: „Die Hoffnung stirbt zuletzt!“ und so hatten wir dann doch auch noch das Glück zwei „windarme“ Tage zum Felchenfischen zu geniessen.


Bielerseefelchen


Gar keinen Wind gibt es nur sehr selten. Winde entstehen immer dann, wenn an zwei Orten unterschiedliche Luftdruckverhältnisse herrschen. Sie blasen so lange, bis sich die Luftdruckgegensätze ausgeglichen haben. Winde haben aber auch einige gute Seiten, nicht nur aus Sicht von Seglern und Surfern. Ohne Winde wären die Städte und deren dicht besiedelten Agglomerationen um ein vielfaches lebensfeindlicher und die Welt der Fauna und Flora sähe mit Bestimmtheit anders aus - würden Winde nicht ihr Klima verbessern!


Wind und Wasser


Weil wir, „Die Bewohner des Blauen Planeten“, den natürlichen Treibhauseffekt stetig durch klimaschädliche Emissionen fördern, gerät mehr und mehr Energie in die „Wetterapparate“. Energie, die durch Wärme entsteht. Durch den daraus resultierenden Klimawandel werden sich die Gegensätze, zwischen polarer Kaltluft und tropischer Warmluft - sowie das damit verbundene Luftdruckgefälle - mit grosser Wahrscheinlichkeit verschärfen. Die Folgen: „Vermehrt kräftigere Winde!“


Mätthu, Bume und Pädu


Wenn Winde über die Wasseroberfläche blasen entsteht je nach Stärke mehr oder weniger Bewegung im Wasserkörper. Diese sorgt für eine natürliche Durchmischung von warmem und kaltem Wasser und somit für die Bildung von Sprungschichten. In denen sammelt sich dann vorzugsweise das Plankton. Werden nun diese Schichten und das sich darin aufhaltende „Leben“ ständig aufs Neue durch kräftige Winde durcheinander gewirbelt, können sich keine „grossen“ Planktonmassen bilden. Die unterschiedlichen Strömungen sorgen für den Rest und verteilen das „Fischfutter“ auf dem ganzen See in den unterschiedlichsten Tiefen.


Mätthu und Bume


Dies wäre eine Erklärung, warum die Felchen zurzeit ständig wandern und deshalb schwer „auszurechnen“ sind. Ob in der Erlacherbucht oder der Bucht vor La Neuveville, ob beim Vogelturm oder beim Sportplatz, es ist überall das Selbe. Sind die Felchen vor Ort kann man sie am Boden und in der Schwebe (im Zwischenwasser) fangen. Das gilt auch für die Vinelzerbucht und die Auelen vor der St. Petersinsel.


Stefan


Schwarze und rote 12er Nymphen aus Floss gebunden, mit oder ohne einer feinen, silbernen Rippung, mit schwarzen Köpfchen (aufsteigende Zuckmückenpuppen) waren und sind eine gute Wahl. Über dem Gewässergrund wurde vermehrt das schwarze Muster genommen, dagegen in der Schwebe (im Zwischenwasser) ausschliesslich die rote Imitation. Dies hat mit grosser Wahrscheinlichkeit mit der Sichtbarkeit unserer Nymphen für die Felchen zu tun. Das Wasser ist alles andere als klar und somit haben es die Lichtstrahlen schwer in die Tiefe vorzudringen. Was wiederum das bessere Sehen von dunklen Farben aus der Dunkelheit heraus, in die Helligkeit, eindeutig belegt.


Tinu


Über die „besten“ Nymphenfarben wird immer wieder eine Menge diskutiert. In den letzten Tagen war vielfach zu vernehmen, „nur“ die Violetten würden fangen. Diese Aussagen wurden tatsächlich untermauert durch gute Felchenfänge – aber – nebenbei wurden keine anderen Farben intensiv ausprobiert. Warum denn auch – wenn die violetten Nymphen fangen, ist ja alles perfekt. Genau so kann es sich aber zur selben Zeit mit einer anderen Farbe bei einem anderen Fischer verhalten und dieser fängt dann evt. mit blauen, braunen, grünen, schwarzen oder roten Mustern.


Felche vor dem Feumer


Nun muss man sich nur noch vorstellen können, um was es in der Tiefe zwischen unseren Nymphen und den Felchen geht. In erster Linie nämlich darum, dass die Nymphen von den Fischen gesehen/beachtet werden – vorausgesetzt – man bietet sie in der richtigen Tiefe/Höhe an. Stimmt dazu noch in etwa die Form der natürlichen Vorlage, werden sie mit Bestimmtheit von den Felchen genommen – ob sie nun schwarz, dunkel blau, dunkel violett, dunkel braun, u.s.w. sind. Vor allem an „beissfreudigen“ Tagen sind keine oder zumindest kaum Unterschiede auszumachen. Keine Regel ohne Ausnahme ganz nach den Motto`s: „Probieren geht über studieren – und – Wer fängt hat Recht!“


Markus`s "Letzte"


An solch sonnigwarmen Tagen gibt es halt nichts Schöneres, als gemeinsam mit Freunden dem Fischen zu frönen! Felchenfischen unter Gleichgesinnten macht noch viel mehr Freude und Spass. Manche tauschen Erfahrungen und Infos aus, andere haben es mega lustig zusammen. Aus dem Unteren Bielerseeteil durften wir den Pimpmaster Stefan, die Freunde von Fishhook in Biel und die Jungfischer Mätthu, Bume und Pädu begrüssen. Mit Tinu und Hans durfte ich „endlich“ mal eine geraume zeitlang zusammen Fischen – ich bin sicher, dass war nicht das letzte Mal. Tinu, wir haben die Felchen ein gutes Stück weiter den See hinunter – entlang dem Heidenweg, noch vor dem Fahrverbotschild in 16m Wassertief wieder gefunden. Kurz nach dem Mittag gelang es Markus seine für Heute „Letzte“ Felche zu drillen und so machten wir uns alle samt glücklich und zufrieden auf den Heimweg – die Einen etwas früher, die Anderen dann später. Ich habe mich gefreut Freunde euch zu treffen und kennenzulernen, bis zum Nächsten Mal. In diesem Sinne!



24.05.10

Felchen - Augen auf

Ein weiteres windiges Wochenende liess unsere Hoffnungen auf ein „gepflegtes“ Felchenfischen gleich von Beginn weg auf ein Minimum schrumpfen. Wie so oft dieses Jahr entpuppten sich die als „mässige“ Bise angekündigten Winde als ein zum Teil mittlerer Sturm auf dem Oberen Bielersee. Im Laufe des Sonntags nahmen die Winde langsam ab und ein erstes Suchen nach den Felchen zeigte – von „grösseren“ Schwärmen war nach wie vor nichts auszumachen. Div. Versuche an den unterschiedlichsten Spots zeigten, wenn Felchen vor Ort waren, konnte man sie zum Anbeissen verführen – waren sie dann aber „weg“ – dann blieben sie auch meist für sehr lange weg!


Bielerseefelchen


12er Goldkopfnymphen in den Farben Schwarz, Rot und Violett brachten wenn – gute Felchen! Vor allem diejenigen, die sich in der Schwebe überlisten liessen, waren sehr gut genährt und praktisch jeder zweite Fisch war +30cm. Zurzeit könnte man fast von einem steten Wanderverhalten der Felchen im Oberen Bielersee sprechen - Mal sind sie hier, mal sind sie da. Vom Sonntag auf den Montag schienen die Felchen mehr und mehr von der Erlacherbucht, wo sie am Sonntagnachmittag noch zu finden waren, entlang dem Heidenweg, vorbei am Vogelturm Richtung Schärkanten hinter die St.Petersinsel (von Biel aus gesehen) zu bewegen. Zwischen der Insel und Twann, bis hoch zum Fussballplatz vor La Neuveville waren in fast allen Tiefen Felchen zu finden und wer Glück hatte durfte sich freuen, wenn sie dann auch eine Weile immer wieder kehrten.


Graureiher


Augen auf heisst es in der Natur – verpasst heisst verpasst und oft gibt es im Tag nur eine Chance. Dieser schöne Graureiher nahm seine war und landete um diese ein Vielfaches zu verbessern gleich mal auf Peters Boot – die Landebahn ist ja schliesslich auch angemessen!


Peter mit Gast


Hier scheint die Welt noch In Ordnung – ein trautes Zwiegespräch unter „alten“ Fischern. Was mögen sie sich nur berichten, wohl schwelgen sie in vergangenen Zeiten, einfach nur der Erinnerungen wegen. Oder ist da etwa mehr ……….!?


Fang den Fisch - .....


Beim zweiten Blick, ich würde wetten, sieht’s nicht so aus als wärs einer von den Netten. Fang den Fisch - mach endlich hin - ansonsten nicht mehr lange dein Freund ich bin!


Michael


Auf der Suche nach Felchen und mit offenen Augen begrüsste mich der Michael – auch er mit der Zuversicht und der Vorfreude irgendwo die Fische zu finden und dann ….. Hat mich gefreut Michael, bis zum nächsten Mal.


Felchenfischen auf dem Bielersee


Im Moment beginnt mit jedem Tag ein „Neues Spiel“ – Wo, Wie und Was wird sich zeigen. Das Wie und das Was dürften dabei die „kleineren“ Fragezeichen aufwerfen. Beim Wo wird es da schon schwieriger. Ein schwacher Trost für alle – es geht allen gleich. Geht selber auf die Suche oder fragt bei Freunden nach. Tauscht eure Infos aus, so lässt sich evtl. ein Muster erkennen und auch weniger kundige Felchenfischer kommen dem möglichen Erfolg näher - Danke!


Sonnenaufgang / Natur Pur


So manches was mit der Natur zu tun hat lässt sich im vorherein nicht „berechnen“. Wenn es passt, dann passt es, wenn nicht ….. Am Geschicktesten, man versucht irgendwie das Beste aus solchen Situationen zu machen – wie auch immer das jeweils aussehen mag. Die Natur muss man nehmen wie sie ist, das hat für mich mit Respekt zu tun. Wer sich als Fischer daran stört, der hat das falsche Hobby gewählt. In diesem Sinne!



16.05.10

Felchen - Lust auf mehr

Von vier Freitagen waren deren zweieinhalb einigermassen passabel – zumindest was das Wetter anbelangte. Die Felchen machen es einem zurzeit nicht gerade leicht - mal Top, mal Flop. Vor La Neuveville fanden wir sie zwischen 17 und 21m Wassertiefe. Zum Grossenteil bewegten sie sich ganz auf dem Gewässergrund und knapp (+1m) darüber. Was aber ihre Nahrungsaufnahme an beschriebener Stelle anbelangte, schien dass für einmal nicht der bevorzugte Platz zu sein. Kaum Bisse und wenn, dann sehr vorsichtig. Fast ausschliesslich fingen wir, wenn überhaupt, unsere „guten“ Felchen alle im Zwischenwasser. Wir mussten öfters lange warten bis sich dort jeweils etwas regte, aber dann, konnte und durfte man mit heftigen Reaktionen rechnen. Felchen zwischen 30 – 35cm lieferten einen spannenden Drill und danach ein nicht minder feines Abendessen!


Felchenfischer - Art


Mal Hü, mal Hot, mal Bise, mal Regen und dann von beidem noch ein wenig zusammen gemischt, es war für Jedermann/frau etwas dabei. Entweder - Oder – Felchenfischen - Oder nicht Felchenfischen – Wie auch immer, wenn Mann/Frau länger nicht auf dem Wasser war, macht es immer Lust auf mehr – mehr Felchenfischen!


Mättu und Mark


Knapp dem Entzug entgangen sind die Freunde Mättu und Mark – am Freitag hatten die beiden einen herrlichen Lauf und konnten sehr schöne Felchen in der Bucht vor Le Landeron zum Anbiss verführen. Petri und weiter so Freunde – auf fischreiche Tage!


Maifliege


Maifliegen gehören zu den Eintagsfliegen und sind faszinierende Geschöpfe. Auch wenn sie, was die Felchennahrung anbelangt, eine nebensächliche Rolle spielen, sind sie doch für andere Fische ein saisonaler Bestandteil auf deren Speiseplan und somit für uns Fischer ein nicht zu unterschätzender Hinweis auf eine mögliche Nahrungsquelle im jeweiligen Gewässer.


Mückenweibchen bei der Eiabgabe auf der Wasseroberfläche


Mit Sicherheit auf dem Speiseplan der Felchen im Bielersee stehen die in den letzten Tagen und Wochen schlüpfenden Mücken rund um den See. Sie steigen zu abertausenden an die Wasseroberfläche um sich dann zu paaren. Kurze Zeit später geben die Weibchen ihre befruchteten Eier wieder ins Wasser ab. Während die Männchen meist gleich nach der Paarung sterben, sterben die Weibchen nun nach der Eiablage. Der Grundstein für einen Grossteil des tierischen Planktons – der Zyklus beginnt.


Mückenweibchen mit Eiballen am Hinterleib


Wir suchten in den vergangenen Tagen die Felchen überall im Oberen Bielerseeteil. Einen „besseren“ oder „schlechteren“ Spot zu erwähnen ist nicht gut möglich, weil, gefangen wurde praktisch überall – mehr oder weniger.


Felchenfischen auf dem Bielersee


Aus diesem Grund kann man getrost auch mal vor der „eigenen“ Haustüre ausharren. Wir haben es probiert und über den ganzen Tag hinweg gesehen fingen wir auch nicht weniger Felchen als Anderswo. Schwarze rote und violette Nymphen – fein gebunden mit einem kleinen Goldköpfchen waren bei uns fängige Muster.


Bielerseefelchen


Es ist halt schon ein „Laster“ wenn man ein bekennender „Schönwetter Fischer“ ist!“ Da tut man sich halt manchmal selber schwer mit dem Entscheiden ob man nun aufs Wasser soll oder nicht. Zum Glück gibt es auf der einen Seite die Freunde und Kameraden die einem so richtig aufzumuntern verstehen und dann ist da noch das Felchenfieber, das so „heiss“ glüht, dass man es nicht mehr Zuhause aushält – Bedingungen hin oder her. So ist es halt, manchmal muss man über den eigenen Schatten springen um dem Glück (auch den Felchen) näher zu kommen. In diesem Sinne!



30.04.10

Felchengramm

Ein rechter Ruck …..

ging Heute durch meine Felchenrute!

Dank der Einladung von Roland durfte ich wieder mal auf dem Bielersee Felchen fischen. Nach vereinzelten Fischen hie und da, zog der Spitz kurz vor dem Mittag plötzlich brutal ins Wasser. Der Anschlag kam und ich merkte sofort, dass da was Grösseres auf der anderen Seite nicht einverstanden war. Evtl. Hecht dachte ich - lieber nicht, es ist ja noch Schonzeit …..


Thomas


Nach kurz gehaltenem Drill konnte ich die Prachtsfelche feumern. Mit 44cm PB, so kann es weiter gehen!

Fettes Petri

Thomas

29.04.2010



18.04.10

Asche Felchen

Heute hat, sofern man dann am „richtigen“ Hot Spot war, alles gepasst. Die Felchen waren derart gierig, wenn sie die Nymphen nahmen, das war an der Rutenspitze für einmal fast nicht zu übersehen. Nicht jeder Schwarm der unter dem Boot durchschwamm war gleichermassen aktiv, teils kam überhaupt keine Reaktion und wenn dann doch, war es dafür mit dem einen Biss auch schon wieder vorbei. Traf man aber auf den Trupp, der sich die Bäuche noch nicht vollgeschlagen hatte, ging die Post voll ab. 2 – 3 Felchen kurz hintereinander waren keine Ausnahmen und so wurden auch die Mal längeren „Wartezeiten“ dazwischen nicht zwingend als unangenehm empfunden.


Bielerseefelche


Im Gegensatz zu gestern, wo die Bise zeitweise kräftig blies, durften wir uns heute über einen praktisch spiegelglatten See freuen. Es hatte zwar einwenig Süd- / Westwind, doch der war schon fast als angenehm zu betiteln. Die Lufttemperaturen sind mit +10 Grad so Ok, einzig die Wasserwärme mit knapp 7 – 8 Grad dürften so langsam noch um ein paar „Grädchen“ zulegen. Denn dann kommt die Natur erst so „richtig“ in Fahrt und das Leben darin beginnt ihren Kreislauf, wie jeden Frühling, von Neuem.


Felchenfischen mit Bise


Auf Island spuckt der Vulkan Eyjafjallajökull Lava und Asche. Eine riesige Aschewolke breitet sich über ganz Europa aus, was eine deutliche Trübung des Lichtes mit sich bringt. Wie dem auch immer sei, könnte man davon ausgehen, dass sich dieser Verlust an Helligkeit auch auf die Gewohnheiten der Wasserbewohner niederschlägt. Im speziellen was die Felchen anbelangt kann man zurzeit feststellen, dass sie sich wieder vermehrt den Uferregionen zuwenden um ihre Nahrung zu Suchen. Wir konnten heute ausschliesslich alle Felchen in Wassertiefen von 10 – 15m zum Anbiss verführen, in grösseren Tiefen wollte nicht ein einziger Fisch auf die Nymphen hereinfallen.


Felchenfischen auf dem Bielersee


Als interessante Feststellung können wir berichten, dass im Moment komplett rote Nymphen mit einer silbernen Rippung die eindeutigen Favoriten sind. Diese Muster imitieren die Larven der Zuckmücken und die kommen an den jeweiligen Plätzen in sehr grosser Anzahl vor. Solche „Kolonien“ gehen schnell einmal in die Hunderttausende und das eine solche Ansammlung von Futter den Felchen (Fische i.A.) nicht lange verborgen bleibt, dürfte wohl allen klar sein. Wir fingen alle Felchen entweder direkt am Gewässergrund, oder knapp (max. 1m) darüber.


Bielerseefelchen


Im Laufe der frühen Nachmittagsstunden hatten wir für heute genug Felchen für zwei feine Mahlzeiten. Anker gelichtet, Hafen angesteuert, Boot gedeckt und das Gerät verstaut, machten wir uns ans filetieren. Zusammen ist so ein Job schnell erledigt, wie so manches im Leben, geht auch das in Gesellschaft leichter. Für einmal war es uns nicht beschieden das Dinner zusammen zu geniessen – Verpflichtungen halt. Ich für meinen Teil freue mich auf den Abend – frische Felchenfilets im Bierteig – die Krönung eines jeden Fischertags. In diesem Sinne!



10.04.10

Felchengramm

Liebe Felchenfischer/innen

Heute Morgen blies uns die Bise schon beim einwassern des Bootes im Hafen von La Neuveville zügig um die Ohren. Bei schönstem Sonnenschein lockten die Felchen verführerisch! Wenn sie dann noch beissen würden, könnte man mit einem gewissen Masse an „Schaukelei und Wassergespritze“ leben, aber eben, wenn ….. Nach einer guten Stunde, der Wind nahm stetig und böenartig zu, brachen wir erfolglos ab und versuchten unser Glück erneut in der Bucht vor Biel.


Stetig lockt das Ungewisse


Dort war es immerhin ein wenig besser was die Bise anbelangte, doch leider fanden wir hier keine Anzeichen von Felchen. Wir konnten zwar ein paar Untermassige Felchen zum Anbiss verführen, doch das war dann schon alles. Div. Gamben-/Hegenenwechsel brachten auch nichts und nachdem wir uns verköstigt hatten, machten wir uns am frühen Nachmittag auf den Nachhauseweg.


Segelwetter


Wenigstens kamen die Segler auf ihr Kosten, bei denen kommt sogar bei solchen Bedingungen erst Recht richtige Freude auf. Gut so, wir kommen wieder wenn Flaute herrscht – eben Felchenfischer Wetter! Bis zum nächsten Mal …..

Petrigruss

Markus und Ruedi

10.04.2010



05.04.10

Oster Felchen

„Ständiger Platzwechsel war und ist angesagt“

Eines kann man schon vorab vermelden – Ostereier suchen war für einmal, so schien es, bedeutend einfacher als Felchen finden! Wechselhafte Wetterbedingungen und immer noch sehr kaltes Wasser (5 – 6 Grad C) sind mit Sicherheit dafür verantwortlich, dass die Felchen überall und nirgends zu finden waren. Zumindest nicht in grösserer Anzahl und schon gar nicht über einen längeren Zeitraum an ein und derselben Stelle. Ständiger Platzwechsel war und ist angesagt. Solange sich der Wasserkörper nun mehr und mehr im Umbruch befindet (wenn es denn überhaupt schon begonnen hat!??), werden wir uns mit diesen Voraussetzungen abfinden müssen. Gefangen wurde zwar fast auf allen Booten, mal eine Felche mehr, mal eine Felche weniger.


Stucki Felchenlaufrolle Turbo / Multicolor


An den wenigen sonnigen Tagen und Stunden traf man viele Felchenfischer auf dem Wasser und es wurde rege über Dies und Jenes gefachsimpelt. Natürlich meist rund ums Thema Felchenfischen, aber, auch der gesellschaftliche Teil kam nicht zu kurz. Man traf „Alte“ Bekannte und lernte Neue kennen. Schnell wurden ein paar Tipps getauscht, oder einen Termin vereinbart, um sich nach der weiteren Suche nach Anzeichen von Felchen, an vereinbarter Stelle zu treffen.


Felchenfischen auf dem Bielersee


Der Duri versuchte es mit Geduld, doch auch diese hatte seine Grenzen und wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, dann …..! Wie jeder andere Felchenfischer, der über die Ostertage zu „Seinen“ Felchen kommen wollte, blieb auch ihm zu Weilen nur das Eine – Wer Suchet, Der Findet!



Für die Kurzweile sorgte auch immer wieder die Mutter Natur, sei es mit einem faszinierenden Wolken/Licht Schauspiel am Horizont oder mit ihren Bewohnern aus der Tierwelt. In vertrauter Zweisamkeit posierte dieses Stockenten Pärchen nur für mich und selbstredend nahm ich diese Gelegenheit dankend war.


Stockenten Paar


Der Gabriel, der hat ein schönes Leben – Freude am Felchenfischen – eine Partnerin die ihn bei seinem Hobby begleitet - ein tolles Boot mit einer halbautomatischen Ankerwinde und ganz einfach gute Laune, dass sieht man ihm ja an! Nun wird sich sicher der Eine oder Andere fragen, warum ich denn von einer halbautomatischen Ankerwinde schreibe – ganz einfach darum, weil sie per „Sprachbefehl“ aktiviert wird. Aber, man muss schon sehr lieb und nett auf „Sie“ einsprechen, ansonsten könnte es sein, dass nicht viel geht. Hallo Nadia und Gäbu, hat mich gefreut euch persönlich kennenzulernen - bis zum nächsten Mal – man sieht sich auf dem Bielersee.


Nadia und Gäbu


Zwischendurch fingen wir auch mal hier und dort eine Felche, doch wenn man dann zwei oder gar drei an ein und derselben Stelle zum Anbiss überzeugen konnte, war das schon viel. Schwarze, rote und violette Nymphen mit oder ohne Goldköpfchen waren gleichermassen die „Bringer“, aber, auch nicht mehr. Wo es wenige Fische hat, kann man auch nicht viel fangen – da nutzen für einmal alle Tricks nicht wirklich viel!


Rämsi und Stefan


Daumen Hoch für die Freunde Rämsi und Stefan. Zur unserer aller Überraschung bekamen wir Besuch und der war nicht ohne! Die Würste hatten bald die perfekte Bräune und waren zum Verzehr bereit. Serviert mit frischem Brot liessen wir uns Diese schmecken – vielen Dank Freunde, das hat uns grossen Spass gemacht und ich bin sicher, es wird nicht das letzte Mal sein.


Rämsi


Petri Rämsi – Top Grillmeister und versierter Pimpmaster – So macht Felchenfischen Freude und ich bin mir sicher, wenn das Wasser wärmer wird, werden auch die Felchen wieder munterer und aktiver.


Ostergruss vom Schliersee


Einen Ostergruss der speziellen Art erhielt felchenfischer.ch vom schönen Schliersee. Daniel war eigentlich mit seiner Freundin auf Renken (Felchen) aus, berichtete aber stattdessen von schönen Saiblingsfängen. Wir finden das passt doch auch hervorragend und senden von hier aus ein „Grosses Petri“ an die Freunde vom Schliersee! Vielen Dank für die Infos – wir freuen uns immer etwas von Euch zu lesen.


Fishfinder


Wenn, dann waren die kleinen Felchenschwärme immer knapp über dem Gewässergrund zu finden. Ein Fischfinder mit „gutem“ Zoom kann dabei hilfreiche Dienste leisten. Bei schwacher Auflösung oder etwa gar keiner Zoomauswahl, sind diese Anzeichen von Bewegung unter dem Boot kaum zu erkennen. Aufmerksamkeit ist in solchen Momenten das „Schlüsselwort“ – verpasst heisst verpasst!


Felchenfischen auf dem Bielersee


Knappe zwei Tage durften wir uns während der Ostertage an Sonnenschein erfreuen. Mit dem kalten Wind, war aber von reinem „Wohlgefühl“ noch nicht allzu viel zu spüren. Die Fishhook Crew hatte sich dementsprechend vorbereitet und sich warm angezogen. Dabei geht es nicht nur um unsere Gesundheit, wenn man in solchen Zeiten noch zusätzlich friert, geht der „Spassfaktor“ schnell einmal baden.


Fishhook Crew


Wir haben in den vergangenen vier Tagen den ganzen Oberen Bielerseeteil mehr oder weniger nach Felchenvorkommen abgesucht. Ehrlich gesagt haben wir nicht wirklich einen „Top Spot“ gefunden. Wir konnten fast ausnahmslos überall eine oder zwei Felchen fangen, dann aber war auch schon meist immer „Fertig Lustig“. Geduld wurde und wird zurzeit kaum belohnt. Geht eine gute halbe Stunde nichts mehr, kann man getrost den Anker heben und weiter suchen. „Die Hoffnung stirbt zuletzt – und der Weg ist das Ziel!“


Bielerseefelche


Ich bin gespannt, was uns die nächsten Wochenenden bringen!? Auf jeden Fall muss sich der Wasserkörper zünftig erwärmen – was wiederum mit dem Schneewasser das bei einsetzender Wärme dazu gelangt, doch noch einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Wir werden es sehen und darüber berichten – stehen doch gleichzeitig in nächster Zukunft einige freudige Events an, die es spannender nicht machen könnten! Schlussendlich im „Grossen Schwarm“ fangen kann fast jeder – aber auf diese Weise – wird das Felchenfieber zünftig am flackern sein. In diesem Sinne!



25.03.10

Felchengramm

Hallo Felchenfischer`s

Was macht man wenn einem ein Termin gestrichen wird? Richtig, man geht halt Felchenfischen auf den Bielersee. Ich war so gegen 9 Uhr in der Erlacherbuch vor dem Schloss und fand die Felchen in einer Tiefe von 20 – 18m in Grundnähe. Auf dem Echolot war nicht mal so viel zu sehen, dafür kamen die kleinen Schwärme regelmässig vorbei.


Bielerseefelche


Die meisten Felchen bissen auf roten Nymphen mit schwarzen Köpfchen. Zu beginn hatte ich alle Bisse auf Nymphen ohne Rippung, doch plötzlich wollten sie diese nicht mehr nehmen. Erst als ich auf Solche mit einer silbernen Rippung wechselte, zeigten die Felchen wieder Interesse daran.


Erlacherbucht / Blickrichtung St. Petersinsel


Alle Felchen waren sehr gut im Futter, Untermassige waren Heute keine dabei. Zwischendurch ging mal ca 10 – 15 Min. nichts, aber dann, wenn sich auf dem Echolot etwas zeigte, waren es dafür immer Felchen und die nahmen die Köder. Sie bissen Teils sehr fein und die Zupfer waren nicht immer einfach zu bemerken.


Bielerseefelchen


Kurz vor Mittag packte ich zusammen, dass Boot musste ja auch noch gedeckt werden. Der nächste Termin stand (leider) im Kalender! Alles in Allem war es ein sehr guter Vormittag. 14 Felchen waren in der Tiefkühltasche und versprachen ein feines Abendessen. Von mir aus könnten immer wieder zwischendurch Termine ausfallen, langweilig würde es mir bestimmt nicht! Allen Felchenfischern/innen eine „Krumme Rute“ und ein kräftiges Petri Heil!

Gruss

Dinu aus dem Emmental

25.03.2010



13.03.10

Felchen gefroren

Wer nicht hören will, muss frieren – oder so ähnlich! Hätte ich doch nur auf den Freund Salmotti von den THc Fischern aus den Highlands gehört, als er mir unlängst am Buschtelefon versicherte, dass die gefühlte Kälte noch viel schlimmer zu ertragen sei als die, an die man im warmen „Stüberl“ nur schon dachte. Wie recht er haben sollte! Es war kalt am frühen Morgen, als ich Pierre in Twann beim Parkplatz traf – es war noch kälter als wir beim abdecken seines Bootes die „leichte“ Bise im Gesicht spürten – und – es war eisig kalt, als wir mit seinem offenen Boot mit „Guten“ 25–30 kmh den See hochfuhren, um entlang der Schärkanten vor La Neuveville nach den Felchen zu suchen. Schon in der vergangenen Woche hatte Pierre dort gut gefangen und auch wir durften uns Heute, was das anbelangt, keineswegs beklagen.


Bielerseefelche


Kurz nach sieben Uhr war es noch derart kalt, dass unsere Rutenspitzen und sämtliche Ringe an der Rute augenblicklich zufroren, sobald wir auch nur daran dachten, unsere Gamben/Hegenen einzuholen. Die Drills wurden zu einer Lotterie, man wusste nie, wann es einem die Schnur (Nylon gefettet) vollends blockierte, was dann schnell einmal, wenn man nicht ständig aufpasst, zu einem Bruch der Spitze führen kann. Am besten, man taucht die ganze Rutenspitze während des Drills immer wieder ins Wasser, oder man behält diesen möglichst lange ständig drin. Da die Wassertemperatur wärmer ist als die Lufttemperatur hat man dadurch gewähr, dass nichts zu-, oder anfrieren kann. Aber – wehe man hebt dann die Rute aus dem Wasser, dann merkt man schnell wieder, wie kalt es wirklich ist. „Guter Rat ist Teuer!“, vor allem einer, der auch hält was er verspricht. Für uns heisst das, ist die Rute erst einmal im Wasser, so muss sie zwischendurch immer wieder rein. Ok, man kann sie auch schnell mal abtrocknen, doch wenn dann die Schnur, gefettet oder nicht, mehr oder weniger Wasser transportiert, ist man schnell wieder dort wo man angefangen hat.

Es wäre wenn – man die Rute erst gar nicht der Möglichkeit aussetzen würde – aber dann -man sich um den „Genuss“ des Frierens bringen würde – sowie nicht geplant – auf ein Felchendinner verzichten müsste – mit Sicherheit – der Ratschlag, der das „Problem“ schlagartig beheben würde, weil es erst gar nicht auftreten kann – was aber – einen seelischen Konflikt hervorruft dürfte – nämlich der – sich entscheiden zu müssen zwischen - Felchen „Komplet“ - oder - keinem frischen Fisch auf dem Tisch - alles klar!


La Neuveville


Die Sonne hatte schlechte Karten, ihre Strahlen vermochten für einmal nicht zu wärmen – zumindest war heute Morgen nicht viel davon zu spüren. Alles was mit Wasser in Kontakt kam fror sofort an, die Fingerspitzen fühlten in Kürze nichts mehr und überhaupt, der Spassfaktor nahm mit jeder Stunde merklich ab. Das wechseln der Gambe/Hegene, von schwarz, roten und violetten Nymphen mit Goldköpfchen auf welche in denselben Farben doch mit schwarzen Köpfchen wurde zu einer wahren Herausforderung. Eine Angelegenheit von Sekunden, bedurfte nun Minuten, immer wieder mussten die Finger und Hände zünftig gerieben werden, ansonsten vergingen gefühlte Stunden dabei.


Vätu mit "Eisrute"


Minus 5 Grad – ca 10 – 15kmh Bise – Chill Faktor (gefühlte Temperatur) Minus 10 Grad. Nach knapp dreieinhalb Stunden war aus die Maus – nichts ging mehr – weder Seitens der Aktivität der Felchen unter uns, noch war rein gar nichts mehr vom berühmt, berüchtigten Felchenfieber am glühen. Es war noch längst nicht Mittag und wir hatten genug (gefroren). Was zwar selten vorkommt, doch sag niemals nie, alles hat seine Grenzen. Für einmal mehr hat sich für uns gezeigt, warum wir uns zu den „Warmduschern“ zählen, ganz einfach, da kommt Freude auf, nur so macht uns das Felchenfischen wirklich Spass. Es ist schon klar, jedem das Seine – ganze wie er es mag – aber – demzufolge, mir das Meine – ganz so wie ich es eben liebe - entscheiden, darf jeder für sich alleine!


Bielerseefelchen


Wie heisst es doch so schön: „Die Hoffnung stirbt zuletzt!“ und deshalb sind wir Guter Dinge, dass es nun nur noch „besser“ – ähm – wärmer wird - Frühling wir warten auf dich! Mit dem Bild von Freund Vätu und seiner „Eisrute“ möchten wir sinngemäss die Superlative von Kalt Neu definieren. Wenn das nicht Hardcore Fishing ist, was dann bitte!?? Die Aufnahme entstand vor ein paar Tagen auf dem Thunersee bei ähnlichen Bedingungen, na ja, evt. war es noch etwas frostiger – vielen Dank Otti und Werni das ich es hier zeigen darf! Respekt Freunde, bei was für Wetterkapriolen ihr immer wieder auf den See hinaus fahrt – ich habe auf jedenfall für die nächste Zeit genug vom frieren. Und nein - Felchenfischer.ch hat nicht auf schwarz/weiss Fotografie umgestellt, den Farben war es einfach auch zu kalt und sie blieben lieber drinnen. Auf wärmere Tage - In diesen Sinne!



07.03.10

Cori die Felche

„Einst war ich eine Weltenbummlerin – Heute schwimme ich im Bielersee in der Schweiz umher“

Hallo, mein Name ist Cori und ich bin eine Felche. Ich gehöre zur Familie der Coregonen, schwimme gerne im Schwarm mit Artgenossen und man zählt mich zu den Wanderfischen. Ich lebe vorzugsweise in nahrungsreichen Binnenseen, doch auch in offenen und intakten Küsten- und Fliessgewässern bin ich immer wieder anzutreffen – was aber in der Gegenwart leider immer seltener vorkommt. Einst war ich eine Weltenbummlerin – Heute schwimme ich im Bielersee in der Schweiz umher. Ich möchte versuchen, hier auf Felchenfischer.ch, die Dinge rund um die Themen Felchen / Felchenfischen aus meiner Perspektive zu erzählen. Ich wünsche allen Lesern viel Freude, Spass und die Eine oder Andere Erkenntnis, damit wir uns in Zukunft noch viel besser verstehen!


Cori`s Perspektiven


Cori die Felche


„Jegliche Formen von Wissenschaften sind mir fremd, mich leiten meine Instinkte“

Ich habe gehört, ich soll zurzeit etwas schwerer zu finden sein. Das liegt ganz einfach daran, dass ich mich nach dem natürlichen Futterangebot in meinem Gewässer richte und jeweils nur dort, wo es etwas zu Fressen gibt, anzutreffen bin. Jegliche Formen von Wissenschaften sind mir fremd, mich leiten meine Instinkte. Wenn der Wasserkörper kalt ist suche ich mir mein Futter in aller Regel in Grundnähe. Dort ist die Wassertemperatur am konstantesten und deshalb spielt sich zu dieser Jahreszeit ein Grossteil des benthischen Unterwasserlebens auch dort ab. Dabei handelt es sich um eine Vielzahl von kleinst Wasserlebewesen, sowie den unterschiedlichsten Fluginsekten in ihrem Larvenstadium – genau das, was ich ständig Suche und zum Fressen gerne habe! Die seltenen Schlupfperioden von Fluginsekten während der kalten Jahreszeit, vor allem das vorhergehende Steigen der Puppen, sind eine willkommene Abwechslung auf meinem Speiseplan. Dafür nehme ich auch gerne einen „grösseren“ Energieaufwand in Kauf und schwimme schon mal von der Tiefe ins flachere Wasser, oder steige den Leckerbissen auch bis ins Zwischenwasser nach – aber – das ist nicht die Regel. Die lautet für mich in kalten Zeiten: „Möglichst wenig Energie verbrauchen – das gilt für die Suche sowie für das Fressen an sich!“ So, und nun hoffe ich, dass ihr mir auch das Eine oder Andere Mal meine „Wanderlust“ und meine „Beisslaunen“ verzeihen mögt – ich bin halt auch nur ein Fisch. Mit glitschigen Flossen – in diesem Sinne!

es grüsst

Cori die Felche



20.02.10

Felchen fangen und geniessen

Es war Heute ein mehr oder weniger sonniger, windiger und nach wie vor „frischer“ Tag, zumindest was die Vormittagsstunden anbelangte. Vom Mittag an war es dann nur noch „frisch!“. Ich traf mich mit zwei Pimpmastern aus dem Kt. FR im Hafen von Le Landeron, um gemeinsam ein paar Stunden „Felchenfischen auf dem Bielersee“ zu geniessen. Kaum fuhren wir mit dem Boot aus dem Hafen, stellte mir einer von ihnen die Frage, was ich, wir oder sie mit den gefangenen Felchen machen sollen. Ich antwortete mit der Gegenfrage – „Esst ihr nicht gerne Fisch?“ Worauf er antwortete: "Na ja, eigentlich schon, aber ….." und sein Kamerad ergänzte etwas leise, er/sie würde(n) schon gerne Fisch essen, doch, er/sie wisse(n) nicht genau wie zubereiten. Beim „richtigen“ Töten mittels einem Kiemenschnitt finge das Problem ja schon an - geschweige denn das Ausnehmen und Putzen - vom Zubereiten mochte(n) er/sie schon gar nicht mehr sprechen.


Bielerseefelchen


Erst die Arbeit und dann das Vergnügen - oder - erst Felchen finden und dann fangen - oder - erst Felchen fangen und dann zubereiten – oder – erst zubereiten und dann geniessen - ganz egal wie man es dreht oder wendet: „Ein feines Felchendinner, vor allem wenn man Dieses mit selbstgefangenen Fischen auf dem Tisch haben möchte, will erst „verdient“ sein!“ Selbstverständlich kann man auch ein Restaurant aufsuchen das solches in ihrer Menukarte stehen hat. Doch unser Motto lautet stets von Fischer für Fischer und somit setzen wir voraus, dass bei uns selbstgefangener und selbst zubereiteter Fisch auf den Tisch kommt. Sozusagen als krönender Abschluss eines oder mehreren Tagen am oder auf dem Wasser. Lassen wir es mal dahingestellt wer das Dinner wie zubereitet, ob man es alleine oder in Gesellschaft verspeist, aber, ein wenig Aufwand darf es doch schon sein - vor allem, wenn es ums Geniessen geht.


Erst finden, dann fangen .....


Ich kenne einige Fischer, die essen keinen Fisch - na ja - das soll es geben. Andere verkaufen ihre Fische - Ok, wo es das Gesetz erlaubt, ist es nicht verboten. Wieder andere verschenken ihren Fang - weil sie sich die Arbeit wie Fische putzen und zubereiten nicht machen wollen, obwohl sie eigentlich ganz gerne Fisch essen täten. Damit habe ich so meine Probleme! Auch wenn man heutzutage nicht zwingender Weise Fische fangen muss um sich zu ernähren, so frage ich mich, wo sind bei diesen Fischern die seit vielen Jahrtausenden geprägten, ursprünglichen Triebe geblieben? Die Geschichte lehrt uns, der Mensch war zu beginn seiner Ära ein Sammler und Jäger - aus guten Gründen, ging es doch „Anno Dazumal“ meist rein ums Überleben. Schon klar das es im Heute um weit komplexere Dinge diesbezüglich geht, aber, warum soll man nicht zu seinen Wurzeln zurückkehren - vor allem wenn es doch so einfach ist.


Felchenfischen auf dem Bielersee


Jeder kann im Restaurant einen Teller mit Fisch bestellen, aber, nicht jeder kann seine Fische selber fangen. Stimmt das wirklich? Mitnichten, fischen kann man lernen, es braucht lediglich etwas Geduld und Geschick. Fische zubereiten ist schwierig! Auch dem kann ich nicht zustimmen. Einen Fisch töten und putzen gehören nach dem neuen Tierschutzgesetz zum Pflichtprogramm – das muss man lernen. Den Fisch würzen, im Mehl wenden und in eine Bratpfanne geben, dass schafft nun wirklich jeder. Dazu ein frisches, knuspriges Brot und wenn es möglichst einfach sein soll, reicht Mayo aus der Tube. Wahrlich keine Hexerei und schon kann man mit dem Geniessen beginnen. Wie bei so vielem ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, doch es ist nicht nötig einen Ehrendoktortitel sein Eigen nennen zu können um einen Fisch zubereiten zu können. Aber, wie immer wenn man im Leben etwas selber erreichen möchte heisst es: „Erst die Arbeit und dann das Vergnügen!“


„Erst die Arbeit und dann das Vergnügen!“


In der Zwischenzeit waren wir beim Vogelturm angelangt, nachdem wir in der Erlacherbucht nicht viel Interessantes auf dem Bildschirm des Fishfinders gefunden hatten. Wir alle fingen schöne Felchen in ca 21m Wassertiefe, schwarze, rote und violette Nymphen mit kleinen Goldköpfchen waren die Favoriten. Im Laufe des Nachmittags nahm das Blau am Himmel zeitweilig ab und dafür der Wind umso mehr zu. Dieser blies zügig aus Süd/West (von Oben nach Unten – in Fliessrichtung gesehen) über die Wasseroberfläche des Bielersees. Die dadurch verursachten „Schaukeleien“ auf den Wellen machten uns die Entscheidung zum Aufbruch auf den Heimweg für einmal leicht.

Auf dem Weg zurück in den Hafen wollte ich wissen, was sie denn nun mit ihren Felchen machen würden. Die Antworten liessen mich Hoffen, dass ich dazu beitragen konnte zwei Fischerkameraden, was das Geniessen anbelangt, auf die Sprünge zu helfen. Sie versprachen mir ihre Felchen selber zu putzen und im Teamwork mit ihren Partnerinnen zu versuchen ein einfaches Felchenrezept nachzukochen - und - zu geniessen. Ich wünsche den beiden und ihren Liebsten auf diesem Wege einen guten Appetit! Gespannt bin ich darauf, was ihr mir beim nächsten Mal darüber zu berichten habt. In diesem Sinne!



13.02.10

Felchengramm

Liebe Felchenfischer/innen

Vorab sei schon verraten, wir konnten heute Morgen in der Erlacherbucht und entlang der rechten Zihlkanal Kante in 18 – 21m Wassertiefe knapp über dem Gewässergrund ein dutzend Felchen fangen. Sie bissen auf rote Nymphen mit schwarzem Köpfchen und auf violette Nymphen mit roten Köpfchen.


Bielerseefelche


Ruedi und ich trafen uns heute Morgen ca 8 Uhr in La Neuveville beim Bootsplatz. Wir hatten schon mit Eis gerechnet, aber das es so dick war, nun auch wieder nicht. So hiess es erstmal „Eisbrecher“ spielen.


Eisschicht beim Bootsplatz


Es war neblig und 6 Grad Minus bei mässiger Bise. Die „zarten“ Wellen waren nicht hoch und gleichmässig, so kommt es zu passen - wenn es dann nur so bliebe, …..


Le Landeron im Nebel


Vor La Neuveville fanden wir nichts interessantes und wechselten in die Erlacherbucht. Bei ca 20m Wassertiefe fanden wir Anzeichen von Felchen und konnten darauf in den folgenden 1 1/2 Stunden immer wieder die Eine oder Andere zum Anbiss verführen.


"mässige" Bise!!!


Dann aber legte die Bise zu und wir hatten Mühe mit dem Ankern. Bisse hatten wir plötzlich auch keine mehr, oder konnten sie nicht mehr erkennen. Es ging rauf und runter und der Wind spritzte einem die Wassergischt mitten ins Gesicht.


Felchen nach "Müllerinnenart"


Entlang der rechten Zihlkanal Kante versuchten wir es zum Schluss und Ruedi konnte innert einer Stunde noch drei Felchen überlisten. Dann war aber „Fertig Lustig“! Die Kälte hat uns geschafft und wir waren froh, als das Boot endlich wieder gedeckt war - ist gar nicht so einfach, wenn man seine Finger nicht mehr spürt. Zum Mittagessen bereitete meine liebe „Bessere Hälfte“ die frischen Felchenfilets nach „Müllerinnenart“ zu – als Beilage gab es Salzkartoffeln und einen Mayo – Knoblauch – Schnittlauch Dipp. War Weltklasse kann ich euch sagen! Bis zum nächsten Mal …..

Petrigruss

Markus und Ruedi

13.02.2010



30.01.10

Felchengramm

Hallo Felchenfischer/innen

Nun wird auch der Untere Bielerseeteil immer besser. Nach durchzogenen Fängen der vergangenen Tage, bissen sie heute eine schöne Zeit lang wieder sehr gut. Mit den schlanken Flossnymphen gab's die Vollpackung. Tolle Fische, viele waren 30cm und grösser, scheint so, als wären sie noch nicht sortiert von den Netzen .....


Bielerseefelchen


Die Felchenschwärme ziehen auf Nahrungssuche knapp über dem Gewässergrund. Dort fressen sie und sind, wenn vor Ort, immer wieder gut zum Anbiss zu verführen.


Bieler Hafenbucht


Gruss und Petri

Stefan

29.01.2010



24.01.10

Felchen - Stopp und Go

Was für ein Wochenende – kein vergleich mehr mit den Tagen zuvor! Zum ersten waren kaum grössere Felchenschwärme zu finden und wenn, dann waren sie kaum länger als 5 – 15 Min. vor Ort. In solchen Momenten lässt sich auch mit der noch so ausgefeiltesten Technik nicht „zaubern“ – wo nichts ist, ist nichts zu fangen. Was nun? Eine gute Frage und nicht ganz einfach zu beantworten. Fakt ist, Coregonen sind Schwarm- und Wanderfische. Um unserer Frage evt. etwas näher zu kommen, ist es sicher interessant vor allem mehr über das Wanderverhalten der Felchen zu wissen. So kann man sich dann schon mal eine genauere Vorstellung machen wie es sein könnte. Mit Betonung auf könnte, denn präzise Studien darüber sind mir bis Dato nicht bekannt.


Bielerseefelche mit Singularis 130 USA


Nehmen wir mal zum vergleich eine Studie von Heringen (sind auch Schwarm- und Wanderfische) und relativieren diese nur mal auf 10 – 20% im direkten Vergleich mit unseren Coregonen, zeigen sich interessante Aspekte. Wenn Heringe in den weiten Meeren pro Tag bis zu 35 km auf der Suche nach Nahrung zurücklegen, könnten das in der Relation gesehen bei den Felchen locker 3 – 7 km sein. Dies liesse nun auf der einen Seite den Schluss zu, dass es halt seine Zeit dauert bis sie wiederkehren und würde erklären, warum ein ständiges Platzwechseln auch nicht mehr bringt. Im Gegenteil – mit etwas Pech fährt man den Felchen ständig hinterher oder davon – ganz wie man es betrachtet. Suchen ist immer solange OK, solange man sich auch „verbessert“ – ist es am neuen Platz gleich oder gar schlechter, kann man getrost wieder den ersten Platz (Spot) ansteuern und sich in Geduld üben.


Felchenfischer auf dem Weg .....


Wir starteten mit Hochnebel in den Tag – die Temperaturen waren im knappen Plus Bereich. Die ersten Felchenfischer verliessen den Hafen am Morgen bei Zeiten, in freudiger Erwartung was die nächsten Stunden bringen würden. Ich folgte einer Einladung von Markus auf sein Boot uns so stand einem gemeinsamen Felchenpimpen unter Freunden nichts im Wege. Wir suchten zu Beginn die Felchen vor La Neuveville, entlang dem Heidenweg, in der Erlacherbucht vor dem Schloss Erlach und in der Vinelzerbucht. Dort hatten die Highlander aus Thun in der vergangenen Woche gute Fänge machen können. Häuptling „Black Pic“ – in der Neuzeit besser bekannt als Salmotti – verdanken wir diese Infos! Von Fischer für Fischer.


Markus - Aufmerksamkeit


Beim Felchenfischen entscheidet die Aufmerksamkeit oft über Erfolg oder Nichterfolg. Gerade dann wenn nicht viel läuft ist es entscheidend die wenigen Bisse überhaupt zu bemerken – wie immer gilt – verpasst ist verpasst! Mit der Zeit wird das zwar zu einer gewissen Routine, doch gänzlich ohne Aufmerksamkeit, gehört bei mir fast alles andere unter den Bereich „Zufallstreffer“.


Markus - Agieren - Anschlagen


Wer Aufmerksam fischt kann sofort reagieren und was noch effektiver ist – man kann mit der Erfahrung agieren. Man weiss wo die Felchen die Köder nehmen und ist innerlich schon darauf vorbereiten – man kann sagen - man erwartet den Biss. Wie ich schon des öfteren geschrieben habe, dass hat rein gar nichts mit Hellsehen zu tun – Wissen heisst das Zauberwort.


Markus - Geniessen - Drill


Wenn alles gepasst hat, darf man sich an schönen Drills erfreuen. Die gut genährten Felchen lassen es krachen und setzen sich mächtig zur Wehr. Eine krumme Rute, ein erwartungsvolles Lächeln im Gesicht und eine gewisse Anspannung machen solche Abläufe zu einer eigenen Faszination, die jedes Mal von Neuem begeistert. Das macht süchtig – solche Momente lassen das Felchenfieber glühen!


Felche kurz vor dem Feumern


Ist die Felche einmal an der Wasseroberfläche muss der Kopf möglichst aus dem Wasser gehalten werden und mittels Feumer der Fisch schnell geschöpft werden. Felchen erholen sich dank dem perfekten Druckausgleich, über das Blut und nicht der Schwimmblase, sehr schnell und wenn man nicht zügig voran macht, muss man mit einer Flucht in die Tiefe rechnen. Dabei gehen immer wieder viele Felchen verloren Einerseits weil sie sich durch das kehren selber aushängen, anderseits, weil wenn man nicht darauf vorbereitet ist, sie sich durch den immensen Druck der entsteht regelrecht ausschlitzen.


Felchenfischen auf dem Bielersee


Um die Mittagszeit und am Nachmittag drückte die Sonne immer mehr durch und es wurde direkt Angenehm. Es waren viel Boote auf dem Oberen Bielerseeteil auszumachen. Es herrschte gute Stimmung – es wurde gegrüsst und viele Infos ausgetauscht. Die Einten nahmen es mit der nötigen Erfahrung gelassener, andere zeigten sich gewohnt nervös und wechselten ihre Plätze nach Hüben und Drüben und wieder zurück. Einige mit dem gebührenden Respekt gegenüber den anderen Fischern in einem gemässigten Tempo, anderen konnte es dabei nicht schnell genug gehen und sie schraubten ihre 40 und mehr PS Motorboote in vollem Karacho von A nach B. Schade das man das immer wieder sagen muss, aber so schafft man sich nun mit Sicherheit keine „Freunde“!


Bielerseefelchen


Wir suchten nicht allzu lange um festzustellen, dass wir in der Erlacherbucht vor dem Schloss Erlach in ca 21 – 24m Wassertiefe die „meisten“ Anzeichen für Felchen erkennen konnten. Zumindest waren diese, wenn auch immer wieder mit längeren Unterbrüchen, regelmässig. Am Vormittag, unter dem Hochnebel waren schwarze, rote und violette Flossnymphen mit fein gebundenen Köpfchen (Zuckmückenlarven) die Favoriten. Am Nachmittag, mit zunehmender Sonneneinwirkung waren dann dieselben Farben, aber, mit Goldköpfchen (Eintagsfliegenlarven) die Bringer. Markus und ich genossen eine schöne Zeit auf dem Bielersee – es passte alles zusammen. Vielen Dank Markus für deine Gastfreundschaft, bis zum nächsten Mal. In diesem Sinne!



10.01.10

Felchengramm

Hallo Freunde,

damit felchenfischer.ch noch aktueller zum Thema „Felchenfischen auf dem Bielersee“ informieren kann, erscheint Neu im Blog „Felchenfieber“ zwischendurch ein:

Felchengramm - (Kurzbericht mit Bildern)

Hier berichten Felchenfischer vom ganzen Bielersee aus eigener Erfahrung, was, wie und wo in Sachen Felchen gerade läuft – oder – eben halt nicht läuft.

Felchen Sonntag

Stefan, Toni, Martin, Enzo und Bruno berichten vom Unteren Bielerseeteil nicht viel Erfreuliches. Einzelne Felchen werden zwar immer wieder gefangen, aber, das Finden scheint zurzeit das grössere Problem zu sein. Schmutziges Schneewasser und starke Strömungen sind weitere Faktoren und auch nicht gerade förderlich um zum Fangerfolg zu kommen.


Hanspeter


Im Oberen Bielerseeteil sieht es dagegen wesentlich besser aus. Hier sind an folgenden Felchen Spots - Schärkanten vor La Neuveville (ca 20m Wassertiefe), dem gesamten Heidenweg entlang (ca 20 – 14m Wassertiefe), Erlacherbucht (ca 19 – 15m Wassertiefe), sowie auf der rechten Seite des Zihlkanal Einlaufs (20 – 16m) - gute Felchenfänge möglich. Diese Infos stammen von Wolfgang, Markus, Bläsi, Franz, Stefan, Renato und den Freunden aus den Berner Highlands – den Thuner Hardcore Fischer.


Bielerseefelche im Feumer


Feingebundene 12er Nymphen werden genau so gerne genommen wie 14er – aber – fein gebunden sollen sie schon sein. Wir fangen mit Nymphen ohne Rippung genau so gut wie mit den Gerippten, doch Infos zufolge sollen zu bestimmten Zeiten die Gerippten mehr Bisse bringen – vor allem, wenn die Sonne nicht scheint. Die Farben schwarz, rot und violett sind die Bringer – die werden von den Felchen gesehen/erkannt und auch genommen. Einige Felchenfischer haben mit violetten Nymphen „mehr“ Bisse bekommen und auf einfarbige Gamben/Hegenen umgestellt.


Feine Flossnymphen - Schwarz, Rot und Violett


In der Tierwelt haben die meisten Lebewesen, vor allem wenn es ums fressen geht, eines gemeinsam, sie gehen mit einer gewissen Effizienz dahinter. Vor allem in der kalten Jahreszeit sind sie darauf bedacht, so wenig Energie wie möglich dafür zu „verschwenden“. So wenig wie ein Kormoran planlos umhertaucht, so wenig ziellos schwimmen die Felchen auf ihrer Nahrungssuche herum. In aller Regel werden sie dabei von ihren Instinkten geleitet, dasselbe gilt auch für die Nahrungsaufnahme. Wenn man sich nun dieses Wissen zu Nutze macht in dem man die Nymphen möglichst „perfekt“ anbietet, resultieren daraus bei den Felchen die Bisse, die wir Fischer an unserer Rutenspitze erkennen.


Kormorane auf der Lauer


Daraus lässt sich folgern, dass in solchen Zeiten ein „bedächtiges“ Heben und Senken der Gambe/Hegene es den Felchen „einfacher“ macht sich für eine Beute zu entscheiden und diese auch zu nehmen. Vor allem, wenn sie dafür keinen „grossen“ Aufwand betreiben müssen. Langsames Hochziehen und langsames Absenken – zwischendurch einfach Stehen lassen – nicht zu hoch Heben (1m genügt voll und ganz) sind die Techniken, die unsere Nymphen den Felchen quasi vor das Maul servieren.


La Neuveville


Nach wie vor ist es am Morgen einfach nur kalt. Zum Glück war es heute mehr oder weniger Windstill. Einzig beim rübersetzen mit dem Boot von La Neuveville an den Heidenweg bekam man den eisigen Fahrtwind empfindlich zu spüren. Nach grosszügiger Schätzung zeigte sich die Sonne heute gerade gut und gerne 15 – 20  Minuten – das reichte für ein paar Bilder – ansonsten war es neblig und grau. Es war nach 9 Uhr als mich Hanspeter anrief und wir uns bei seinem Bootsplatz verabredeten. Nach der Bise und Kälte und „der Schaukelei“ von gestern, starteten wir heute zu einer Felchentour, die mit Sicherheit angenehmer werden sollte und wurde.


Bielerseefelche mit Stucki Laufrolle


Wir fingen gute Felchen vor La Neuveville, dem Sportplatz und entlang der rechten Strömungskante beim Zihlkanal Einlauf. Beim Vogelturm und entlang des Heidenwegs konnten wir nicht sonderlich Fischanzeichen auf dem Bildschirm des Fishfinders ausmachen. Man muss dazu aber sagen, dass wir auch nicht sonderlich lange danach gesucht haben – dem Buschtelefon und den Freunden die steht’s informieren sei es gedankt! Es gelang uns an allen oben beschriebenen Felchen Spots an denen wir ankerten auf die eine oder andere Weise Felchen zum Anbiss zu verführen. Es waren mal mehr und mal weniger – sie bissen mal feiner und mal heftiger und die Abstände zwischen den einzelnen Beissphasen war mal kürzer und mal länger. Im Laufe des Nachmittags hatten wir genug Felchen in der Kühlbox und machten uns zufrieden und gut Gelaunt auf den Heimweg – in die warme Stube.

Ein grosses und persönliches Dankeschön an alle Freunde und Kameraden, die ein – Felchengramm – erst möglich machen. In diesem Sinne!



01.01.10

Felchensaison Eröffnung 2010

So eine Saisoneröffnung ist halt schon alle Jahre wieder etwas Spezielles. Einerseits hat man gewisse Vorstellungen und anderseits haben uns die vergangenen Jahrzehnte gelehrt, die Natur folgt ganz ihren eigenen Regeln. Aber was soll’s, macht nicht gerade dies auch diesen gewissen Reiz an einer Saisoneröffnung aus? Die Vorfreuden, gepaart mit einer gesunden Anspannung, lassen in unserem Fall das Felchenfieber stetig steigern. Manch einer hat in der Nacht zuvor Mühe seinen Schlaf zu finden, ein anderer braust ans Gewässer um dann festzustellen, dass er den Bootsschlüssel Zuhause hat liegenlassen. Solches oder ähnliches hat sicher jeder von uns schon einmal erlebt, dass gehört einfach dazu – zu einer Saisoneröffnung!


Bielerseefelche


Die Felchensaison Eröffnung 2010 auf dem Bielersee war erstmal sehr neblig – Sichtweite gleich Null! Schon am frühen Morgen, als mich Markus mit seinem Boot in La Neuveville abholte war klar, mit dem Wetter heute ist kein „Sonderpreis“ zu gewinnen. Bedeckt, leicht windig und wie geschrieben - einfach nur viel Nebel. Ein GPS oder zumindest ein Kompass waren zwingend, ansonsten konnte man gleich einen „Blindflug“ starten. Das befahren eines Gewässers ohne Sicht ist immer mit Risiko verbunden, treibende Gegenstände, Untiefen und andere Boote sind Gründe dafür. Wer es dann trotzdem wagt, der muss erstens absolute Vorsicht walten lassen und darf auf keinen Fall „schnell“ fahren (Standgas empfohlen) - und zweitens möglichst immer so navigieren (in Sichtweite mit dem Ufer), dass man in etwa weiss wo man gerade ist. Dabei geht es nicht nur um uns, andere Fischer könnten auch auf dem Wasser sein!


Nebelmeer über dem Bielersee


Als ersten Felchenspot des Tages wählten wir die Schärkanten vor La Neuveville, bei ca 22m ankerten wir, nachdem wir auf dem Bildschirm des Fishfinders interessante Anzeichen auf ein mögliches Felchenvorkommen ausmachen konnten. Sobald unsere Gamben/Hegenen fertig montiert waren und dem Gewässergrund entgegen sanken, offerierte mir der Markus erstmal einen heissen Tee, mit einem „Schuss“ Rum und viel Zucker – das belebte meine Lebensgeister augenblicklich! Obwohl, so gänzlich ohne Sicht – na ja, wenigstens war es trocken. Ich hätte besser geschrieben „noch“ trocken, denn angekündigt war er ja – der Regen. Die Frage war nur, wie lange es wohl heute dauern würde bis er uns mit seinen Tropfen begrüssen würde.


La Neuveville


Frisch gestärkt machten wir uns nun ans Felchenfangen und siehe da, schon das zweite Heben meiner Nymphen brachte den erhofften Biss. Der Drill war kurz und heftig, dass Feumern gelang auch auf Anhieb und so lag sie vor mir, meine erste Felche der Saison 2010 – Freude Pur! Alle Felchen die wir heute fangen durften massen 26 – 29cm und waren der Jahreszeit entsprechend Rank und Schlank. Untermassige waren keine dabei. Wie es aussah hatten wir mit Glück einen Platz gewählt, an dem die Felchen nicht nur vor Ort waren, sondern auch frassen. Wir durften zwei super Stunden geniessen, wann immer wir Felchen auf dem Bildschirm ausmachen konnten, war mit Bissen zu rechnen. Nach ca 3 Stunden hatten sich die Coregonen aber fast gänzlich verzogen und das „Wenige“ was unter dem Boot hindurch schwamm, war nicht mehr zum Anbeissen zu verführen.


Möwe


Auf der erneuten Suche nach den Felchen führte uns unser Weg weiter den See hinunter Richtung Sportplatz, von dort aus ging es quer rüber zum Heidenweg, zwischen Vogelturm und Anlegesteg St. Petersinsel, wo wir dann endlich wieder einmal vielversprechende Anzeichen auf dem Fishfinder erkennen konnten. Hier standen die Felchen in einer Wassertiefe von 23 – 24m knapp über dem Gewässergrund. Was unsere Nymphen anbelangte, fein gebundene Imitationen von Zuckmückenlarven – mit schwarzen Köpfchen - ohne Rippung - in den Farben schwarz, rot und violett, gab es nichts zu ändern, wie schon zu Beginn des Tages wurden diese auch hier wieder gut von den Felchen genommen. So verging auch an diesem Spot eine beissintensive Zeit viel zu schnell, bis sich dann die Felchen auch von dieser Stelle mehr und mehr verabschiedeten.


Le Landeron


Während wir, auf unserer weiteren Suche, langsam den See wieder hoch fuhren, den Vogelturm passierten und uns langsam der Erlacherbucht näherten, machte sich so langsam der Hunger bemerkbar. Diese Anzeichen sollte man möglichst nicht ausser acht lassen, wie heisst es doch so schön: „Gesunder Körper, gesunder Geist!“ Mit einem feinen, kleinen Imbiss tut man sich selber immer etwas Gutes und dazu braucht es gar nicht viel, wie der Markus steht’s zu sagen pflegt: „Ein rechtes Stück Brot, wenn möglich frisch vom Bäcker – Hartkäse nach Gusto und Lust, – dazu 4 - 5 Scheiben Hamme (Schinken vom Hinterbein), evt. darf es auch ein wenig mehr sein. Dabei trinke ich am liebsten einen frischen, heissen und gesüssten Minzentee (aber bitte ohne Zusatz). Auch ein leichter Roten würde dazu passen, aber, der darf dann nicht kalt sein und das könnte zu einem schwierigeren Fall werden – bei dem Wetter. Zumindest bei jenen, die kein Verdeck oder keinen Ofen an Board haben.“ Wir wünschen trotzdem: „Gutes Geniessen!“


..... und der Regen kam zum Grusse


Auf dem Oberen Bielerseeteil hielt sich der Felchenfischer - Verkehr in Grenzen, was ja wohl nicht sonderlich Überraschte, denn im Laufe des Nachmittags setzte nun doch noch der Regen ein. Es waren zwar immer wieder einzelne Boot und auch gar kleinere Ansammlungen Derer auszumachen, doch von wegen bekannter Felchensaison Eröffnung – Stimmung war auf dem See nicht viel zu spüren. Mehrheitlich waren die meisten mit sich Selber genug beschäftigt, allenfalls ein kurzes Hallo hier und ein Gutes Neues Jahr da. Ich/wir fische(n) bekennender Weise auch viel lieber bei „schönem“ Wetter – aber – bei einer Saison Eröffnung kann man sich das nicht immer aussuchen. Jammern und klagen bringt auch nichts, entschieden hat ja schlussendlich jeder für sich selbst – und – nässer als Nass wird es ja bekanntlich auch nicht! Markus sorgte mit ständig neuen Geschichten dafür, dass es auf unserem Boot nie „eintönig“ wurde und des Öfteren auch gelacht werden durfte. Vielen Dank Markus für deine Gastfreundschaft – immer wieder gerne!


Bielerseefelchen


Es war nach 14 Uhr als wir dann in der Erlacherbucht – nähe Zihlkanal – in 18 – 20m Wassertiefe nochmals auf Felchen Anzeichen stiessen. Auch an diesem Spot waren sie ausschliesslich, wenn überhaupt, ganz auf dem Gewässergrund unterwegs. Ein Heben und Senken von wenigen Zentimetern führte öfters zum Biss als jegliches Heben gegen den Himmel. Die Kälte und somit die Wassertemperaturen sorgen zurzeit dafür, dass sich die aktiven Fresszeiten der Felchen tagsüber sehr in Grenzen hält und in solchen Fällen gilt immer: „Weniger ist oft mehr!“ Wir für uns haben eine spezielle Felchensaison Eröffnung 2010 genossen – gute Kameradschaft – gute Stimmung – gute Speisen und Tranksamen – gute Fänge – ein gutes und mehr als zufriedenes Gefühl – Felchenfischerherz was willst du mehr. In diesem Sinne!



18.12.09

Pro Fisch

Es ist unschwer zu erkennen, wir Menschen sind mittendrin. Ob nun am Anfang oder am Ende - es spielt keine Rolle - denn nur wir tragen die Verantwortung. Die Verantwortung für unser Handeln wurde uns durch die Evolution in die Wiege gelegt, nur wir Menschen verfügen über ein Hirn das fähig ist, unser Handeln sorgfältig abzuwägen. Täglich werden zahlreiche Arten Ihrer Lebensgrundlagen beraubt, teils werden sogar ganze Ökosysteme und Landschaften aus reiner Geld- oder Machtgier zerstört. Immer und öfters ist von höchster Stelle zu vernehmen, dass ein jeder Landesführer oder die sich aus solchen zusammensetzenden Räten, die Verantwortung als oberstes Gebot auf ihre Fahnen schreiben, zumindest verkünden sie dies meist am lautesten. Aber wie bitte meine Herren steht es mit der Sorgfalt!?

Pro Fisch - Pro Natur

Der seit Jahrhunderten bestehende Einklang mit der Natur ist weltweit durch die Industrie und den Raubbau an ihr gewaltig gestört worden. Längerfristig bringt es keinem was, wenn bei einem „Schnellschuss“ eine Fabrik im hintersten Nirgendwo errichtet wird (auch wenn es die Gesetze vor Ort zulassen), die zwar ein paar hundert Nasen vorübergehend Arbeit und Einkommen bietet, aber, die ungeklärten Abwasser in ein seit jahrtausenden jungfräulich reines Gewässer abgeleitet werden. Oder der „Dreck“, der aus den Kaminen ungefiltert aufsteigt und viele Kilometer weit sich in Form von saurem Regen auf alles Leben ergiesst - die Luft verpestet, Gemüse, Obst, jegliches Nahrungsmittel, sowie Tier- und Viehfutter mit diversen, oft undefinierbaren Giftstoffen belastet und zu guter Letzt in der Nahrungskette die Menschen und überhaupt sämtliche Lebewesen krank macht.


Pro Fisch


Pro Fisch - Pro Natur – Pro Mensch

Wir sind der Anfang und wir sind das Ende – was dazwischen passiert können wir mitbestimmen. Jeder Einzelne von uns muss lernen bewusster zu handeln, sorgfältiger zu wählen, um damit seine persönliche Verantwortung schon im Kleinen wahrzunehmen. Werft nicht immer alles gleich achtlos weg, nur weil es die Anderen auch tun. Trennt Euren Abfall und entsorgt ihn an den dafür vorgesehenen Einrichtungen. Schaut genauer woher eure Nahrungsmittel kommen, dasselbe gilt auch für alle anderen käuflichen Produkte. Stellt euch z.B. einmal folgende einfachen Fragen: „Woher stammt das Produkt und unter welchen Umweltaspekten wird es hergestellt?“ Bei den meisten von uns müsste dann die Erkenntnis in etwa so aussehen: Muss ich nun wirklich Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse von dem hinter und letzten Platz irgendwo auf unserer Erde immer und jederzeit in den Regalen der Warenhäuser vorfinden? Warum kann ich mich nicht mit dem zufrieden geben, was mir die Mutter Natur in angemessener Nähe saisonal bietet? Wenn ich mich meinen Gelüsten hingebe und so auf frische Beeren aus „Hinterweissichnichtwo“ mitten im Winter nicht verzichten kann, so nehme ich in Kauf, dass solche Produkte über tausende Kilometer verschifft, geflogen und gekarrt werden – das Unmengen von Treibstoffen dafür benötigt werden und was am schlimmsten am Ganzen ist, dass ich meine Sorgfalt einfach auf die Seite geschoben habe.

Pro Fisch - Pro Natur – Pro Mensch - Pro Zukunft

Bringt das billigere TV Gerät wirklich einen Vorteil, na ja, sicher erstmal im Geldbeutel, aber langfristig? Wenn ein Produkt billig sein muss, dann muss es auch unter billigen Umständen hergestellt werden. Da bleibt kein Geld für gute Filteranlagen, da werden die Tage schnell zur Nacht, derart verdunkeln die Rauchwolken der Kamine den Tageshimmel. Das Wasser der Bäche, Flüsse und Seen weisst die unterschiedlichsten Farben auf, hervorgerufen durch vielfach giftige chemische Substanzen. An - sowie in - vielen solchen Gewässern ist leider kein Leben mehr möglich und dennoch, die Menschen und die Tiere die dort leben sowie die Natur die dort gedeiht, sind von diesem „Wasser“ abhängig – Sie haben kein anderes! Jede Verarmung der Biosphäre muss verhindert werden. Es darf nicht geschehen, dass in wenigen Jahrzehnten grosse Teile einer Evolution von Millionen von Jahren unwiderruflich ausradiert werden. Es gäbe mit Sicherheit noch viele Beispiele die ich hier aufführen könnte, doch darum geht es mir in erster Linie nicht und ich will uns Menschen auch nicht schlechter machen als wir sind. Vielmehr möchte ich aufzeigen, dass es auch für jeden Einzelnen von uns gar nicht schwer ist einen kleinen Beitrag zu leisten und Verantwortung zu übernehmen – aber bitte, immer mit der nötigen Sorgfalt, Danke Freunde. In diesem Sinne!

Pro Leben!

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