Die FelchenlaufrolleDie Felchenschnur
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Die Felchenlaufrolle

Das Felchenfischen mit den eigens dafür konzipierten Laufrollen ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Der direkte Kontakt zum Köder und Fisch lassen ein jedes Felchenfischerherz höher schlagen – Felchenfieber Garantiert!

Was nutzt eine „perfekte“ Felchenrute wenn die Rolle nicht dazu passt!? Die Rollengrösse und vor allem das Gewicht müssen, besonders beim Felchenfischen, optimal zur Rute passen. Nun, was könnte man nicht noch alles dazu schreiben – aber – hier hat wohl jeder seinen eigenen Geschmack. Die Vorteile moderner Felchenlaufrollen gegenüber noch so hochwertigen Stationärrollen liegen, wie so oft, im Detail.


HBE Singularis 130 USA


Bei einer Laufrolle ist der direkte Kontakt zum Köder und Fisch dadurch gewährleistet, dass die Schur nur über eine Achse geführt wird. Der Vorteil bei der Köderführung ist, dass man diesen 1:1 mit jeglicher Drehung/Bewegung der Rolle auf die Gambe/Hegene überträgt. Wenn man 20cm dreht, hebt sich Diese auch um 20cm – und – genau so langsam wie man kurbelt, schweben unsere Nymphen auch nach oben. Selbstredend funktioniert das Ganze auch umgekehrt und man kann die Köder auch wieder langsam absinken lassen, genau so, wie es die Situation eben gerade verlangt.


Stucki Felchenlaufrolle / Turbo


Wenn man eine Felchenlaufrolle benutzt, solle man unbedingt, wo immer es die Umstände (z.B. wenig Strömung im Wasser) erlauben mit einer geflochtenen Felchenschnur fischen, die, z.B. alle fünf (5) Meter eine andere Farbe hat (geflochtene Felchenschnur). Damit weiss man mit ein wenig Routine schnell, wo man gerade im Zwischenwasser seine Nymphen anbietet. Oder umgekehrt, man erkennt schnell an den Farben, wie weit man hochkurbeln muss, um die Köder in der richtigen Höhe anzubieten. Nämlich immer dort, wo die Felchen im Zwischenwasser auf Nahrungssuche sind. Einige Felchenfischer bringen an ihrer Schnur Tiefenmarkierungen an, dass erleichtert ihnen die Suche nach der richtigen Höhe/Tiefe. Leider wird auch noch heute immer wieder mal ein Stift benutzt, den man quer über der Achse in die Laufrolle steckt, um die einmal gefundene fängige Höhe/Tiefe fest zu justieren. Sorry, ein totaler Blödsinn! Man bedenke nur was passiert, wenn man dann einmal das Glück, respektiv in dem Fall das Pech haben sollte, dass sich während dem Felchendrill ein kapitaler Hecht für eben diesen Snack entscheidet. Mit einer Laufrolle wo die Schnur mittels eines Stiftes blockiert ist, sind die Chancen mehr oder weniger gleich Null und was das Gerät anbelangt, dass kann sich jeder für sich selber ausmalen!


KST–SPEZI Felchenlaufrolle / New Look


Das Non plus Ultra beim Felchenfischen ist die Bremse! Wenn eine grosse Felche während des Drills zu einer Flucht ansetzt und die Rolle nicht sofort Schnur freigibt, besteht schnell die Möglichkeit, dass der Haken ausschlitzt und somit der Fisch verloren ist. Hier liegt nun der grosse Vorteil einer Laufrolle beim Felchenfischen. Man bremst mit dem Finger, den Fingern oder der Hand, ganz wie es einem beliebt. So und nur so ist man jederzeit in der Lage sehr feinfühlig zu agieren. Praktisch sämtliche Laufrollen verfügen über einen sogenannten Feststellmechanismus. Je nach Modell kann dieser mittels einer Drehung oder eines Fingerdrucks aktiviert sowie gelöst werden. Einige Laufrollenentwickler haben sich darüber für ihre Felchenlaufrollen Serie noch eine sehr interessante Lösung einfallen lassen. Ist der Feststellmechanismus aktiviert und es beisst ein Fisch, der sogleich zur Flucht ansetzt, löst der Feststeller soweit, dass augenblicklich Schnur frei gegeben wird. Trotz dieses genialen Umstands empfiehlt es sich immer, den Feststellmechanismus während des Drills oder dem Hochkurbeln ganz zu lösen.


HBE Singularis 130


Wichtig bei der Wahl einer Felchenlaufrolle ist, ob man mit der linken oder der rechten Hand kurbeln möchte und ob man vorwärts oder rückwärts drehen will. Hier geht es auch um die Feststellung der Laufrolle (Arretierung), die wird nämlich durch eine Exzenterschraube festgestellt oder gelöst und das funktioniert eben je nach Model immer nur mit der „richtig“ gewählten Laufrolle. Bei einigen Laufrollen spielt es keine Rolle, sie lassen sich ohne weiteres einfach umdrehen und die Funktionen bleiben die Selben. Aber, bei einigen muss man vor dem Kauf darauf achten, für welchen „Betrieb“ sie gebaut wurden. Z. B. bei der Stucki Felchenlaufrolle ist es so, dass es Links- und Rechtshandrollen gibt. Die Philosophie dahinter sieht so aus, dass die „Entwickler“ Werner Stucki, Roman Bovet (ROBO) und Urs Bernhard davon ausgegangen sind, dass man mit diesen Laufrollen beim einziehen (drillen) retour, sprich zum Körper hin, kurbelt. Das bringt den Vorteil, dass die Schnur immer dem Rutenblank entlang geführt wird und so eine „bessere“ Auslastung der Aktion einer Rute gewährt – und -zudem die Schnur weniger windanfällig ist, was wiederum dafür sorgt, dass diese nicht (zumindest weniger) zwischen die Rolle und der Achse „verweht“ wird.

Viel Felchenfischer, genau so wie ich, mögen sich aber nur schwer umstellen und kurbeln lieber vorwärts, so wie es auch mit den meisten Stationärrollen üblich ist. Darum muss man nun bei Kauf einer Stucki Felchenlaufrolle erst einmal für sich selber festlegen, ob man nun mit der linken oder rechten Hand kurbeln muss/will (Links- od. Rechtshänder – es geht dabei darum mit welcher Hand man kurbelt und nicht darum mit welcher Hand man die Rute hält) und ob man lieber vorwärts oder rückwärts drehen möchte! Was hier evt. ein wenig kompliziert daherkommt, ist im Prinzip ganz einfach:

Linkshänder (kurbelt mit der linken Hand)

- zum vorwärts drehen wählt man ein Rechtshand Model

- zum rückwärts drehen wählt man ein Linkshand Model

 
Rechtshänder (kurbelt mit der rechten Hand)

- zum vorwärts drehen wählt man ein Linkshand Model

- zum rückwärts drehen wählt man ein Rechtshand Model


HBE Singularis 130 USA


Praktisch alle neuen Felchenlaufrollen sind wartungsfrei und durch die Wahl der unterschiedlichen Materialien und ihrer durchdachten Bauweisen sehr korrosionsbeständig. Weitere Vorteile einer Felchenlaufrolle: Superfeiner und runder Lauf - sehr leicht (ca 80 - 130gr, je nach Modell) - kein Schnurdrall und kein Verdrehen der Gambe/Hegene. Und zu guter Letzt - Auch ästhetisches Aussehen und feinste Verarbeitung sprechen für eine Laufrolle beim Felchenfischen!

Felchenlaufrollen wurden eigens für das Felchen-, Renken- und Maränenfischen entwickelt - für den direkten Kontakt zum Fisch. Die Umstellung auf solche Laufrollen ist leichter als man meint, ob Jung oder Alt, ein jeder ist dazu in der Lage. Wer einmal mit so einer Rolle gefischt hat wird begeistert sein und das daraus resultierende Drillvergnügen mit Ihr lässt keine Wünsche offen. Wenn dann noch die Rute dazu passt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. In diesem Sinne!

geschrieben am: 06. Februar 2010 / RR


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